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Review: Julie Slick - Julie Slick (Instrumental Prog - 10/15 Punkten)

Label: Eigenproduktion/Just For Kicks

Musikfans, die „Songs“ erwarten, dürften sich mit JULIE SLICKs selbstbetiteltem Debüt etwas schwer tun, denn die vierzehn Stücke tönen meist wie eine angedeutete Jamsession, sprich, der Rahmen ist grob vorgegeben ansonsten komme, was wolle.

Dies resultiert manchmal in ausufernden instrumentalen Exkursen, in welchen das Zusammenwirken an erster Stelle steht, dann wieder tickt die 24-jährige Bassistin – oder einer ihrer zahlreichen namhaften Gastmusiker – komplett aus. Hierbei fällt auf, dass Frau Slick dem Bassspiel eines Tony Levin zu mittelalten KING CRIMSON-Zeiten sehr angetan zu sein scheint, ebenso scheint auch Robert Fripp einen hohen Stellenwert in ihrem Geschmacksspektrum zu ... [Weiterlesen]

10 / 15 Punkten

Chris P.

Review: Fir Bolg - Paganism (Pagan Black Metal)

Label: Schwarzdorn Productions

FIR BOLG ist ein Projekt des französischen Musikers Dagoth, der auch für alle Instrumente verantwortlich zeichnet. Lediglich bei Auftritten nimmt er die Hilfe von Session-Musikern in Anspruch. "Paganism" ist des erste Demo des Multiinstrumentalisten. Dagoth nahm sie im Sommer 2008 auf. Nachdem FIR BOLG nun bei Schwarzdorn Prductions untergekommen ist, erfährt die Demo noch einmal eine erweiterte Promotion.

FIR BOLG spielt Pagan Black Metal. Das scheint auch das Genre zu sein, in dem sich gerne solche Einzelkämpfer austoben. Oft scheitern diese Projekte aber an der Selbstüberschätzung der Künstler. FIR BOLG macht auf mich den Eindruck, als könnte ... [Weiterlesen]

Steffen

Review: Teabag - Teabag (Progressive Metal)

Label: Eigenvertrieb

Mitte 2010: Da PSYCHOTIC WALTZ wieder aktiv geworden sind, quetscht der Rezensent eine weitläufig übersehene Perle ins Sommerloch, an welcher zwei Viertel der legendären Dreivierteltakter aus San Diego nach dem Abgesang beteiligt waren - Schlagzeugmeister Norm Leggio sowie "Bleeding"-Gitarrist Steve Cox. TEABAG bestanden bereits vor dem Einstieg des Klampfers bei WALTZ; man kann anhand dieses Materials mutmaßen, dass die kompakte Härte des 1996er-Scheibe der Band auf seinen Einfluss zurückzuführen ist, obwohl sich der Trend dorthin bereits auf "Mosquito" abzeichnete - nicht zuletzt auf Drängen des exzentrischen Kumpel-Sklaven hin …

Es mutet ironisch an, dass gerade das Zerwürfnis ... [Weiterlesen]

Andreas Schiffmann

Review: Gloria Morti - Anthems Of Annihilation (Death/Black Metal - 12/15 Punkten)

Label: Cyclone Empire

Mit ihrer dritten Platte sollten für GLORIA MORTI nun alle Türen offen stehen: die Finnen haben zwei Jahre nach dem bereits starken Album „Eryx“ mit „Anthems Of Annihilation“ einen Quantensprung getan, der deutlich macht, dass die Band in jeder Hinsicht an sich gearbeitet hat und alles, was es zu verbessern galt, auch gesteigert wurde.

Mag sein, dass das frische Blut in der Band wieder für den nötigen Antrieb sorgte – das Ergebnis jedenfalls spricht für sich: derart hart, kompositorisch glänzend hat man die Band bis dato nicht gehört. Nicht dass die beiden Vorgängeralben „Lifestream Corrosion“ und „Eryx“ ... [Weiterlesen]

12 / 15 Punkten

Oliver Schreyer

Review: Sheri Moon - Kill The Lights (EP) (Alternative Rock)

Label: Eigenproduktion

SHERI MOON sind augenscheinlich eine sehr junge Band aus Rosenheim, die mit “Kill The Lights” ihre zweite EP veröffentlicht. Angesichts dessen ist das gebotene Niveau bereits beachtlich hoch. In Punkto Cover-/Booklet-Gestaltung muss man der Band professionelles Niveau attestieren – das spärliche Infomaterial für den Rezensenten einmal ausgenommen - und auch beim Sound gibt es nichts zu mäkeln. Differenziert, druckvoll und angenehm natürlich klingen die fünf Songs dieser EP..

Die Musik der Band lässt sich grob mit Alternative-Rock umschreiben, der mich öfter mal an die späten PYOGENESIS erinnert. Häufig werden ruhige Töne angeschlagen, was gut zur vorherrschenden, etwas ... [Weiterlesen]

Lutz Koroleski (Oger)

Review: Corpus Christi - A Feast For Crows (Metalcore - 7/15 Punkten)

Label: Victory Records

Mein Austritt aus der Kirche sollte Statement genug sein, was ich von der christlichen Ausrichtung des Ohio-Quintetts halte. Religiöse Botschaften haben in meiner Welt nichts in der Musik zu suchen, ebensowenig politische Propaganda aus extremen Flügeln.

Da CORPUS CHRISTI allerdings nicht gerade extremes Bibelwerfen praktizieren, sondern von sich sagen, dass sie einfach nur eine „positive Message verbreiten wollen“, kann man aber im Falle dieser Band auch ein Auge zudrücken, denn man kann vieles auch in nichtbiblischem Kontext interpretieren – also mit der Anwendung gesunden Menschenverstandes und Sozialkompetenz. Dennoch kann ich mir einen kleinen Seitenhieb in Richtung der ... [Weiterlesen]

7 / 15 Punkten

Chris P.

Review: Sharon Next - Fast Farewell (New Wave 2.0 - 6/15 Punkten)

Label: Danse Macabre/Pure Velvet

Ist „nomen“ hier auch „omen“? Im Falle meines Verhältnisses zu „Fast Farewell“, dem aktuellen Output der Österreicher SHARON NEXT durchaus, denn diesem Album sage ich nach diesem finalen Hördurchgang definitiv ganz schnell Lebewohl.

Gut, musikalisch ist der wavige Mix aus düsteren, elektronischen DEPECHE MODE, JOY DIVISION, THE CURE, THE SMITHS, softem Future Pop und Möchtegern-DIORAMA recht anhörlich und hat manchmal sogar Clubhit-Potenzial, doch Sänger Helmut Prixs' Organ hat in etwa die Aura eines Putzlappens und unterbietet in Sachen Charisma sogar Max Mustermann aus Musterhausen. Und wie so oft bei Sängern aus dem deutschsprachigen Raum ist auch bei ... [Weiterlesen]

6 / 15 Punkten

Chris P.

Review: Demiurg - Slakthus Gamleby (Death Metal - 13/15 Punkten)

Label: Cyclone Empire/Soulfood

Herzlich Willkommen im Schlachthaus des kleinen schwedischen Örtchens Gamleby! Bisher war Rogga Johansson für mich ein arbeitswütiger und talentierter Death Metal-Maniac, nun ist es aber langsam an der Zeit, ihn in den Status der Death Metal-Gottheit zu erheben. Der Grund dafür nennt sich "Slakthus Gamleby" und ist das dritte Album seiner Band DEMIURG. Das ist nicht nur besser, als alles, was Rogga zuletzt mit Paganizer, Ribspreader und Grotesquery veröffentlicht hat, sondern ist auch heißer Kandidat für das beste Death Metal-Album des Jahres 2010.

Erheblichen Anteil daran dürfte Dan Swanö haben, der die Songs nicht nur mit sehr ... [Weiterlesen]

13 / 15 Punkten

Andreas Schulz

Review: Darkseed - Poison Awaits (Gothic Metal - 7/15 Punkten)

Label: Massacre Records

So mancher wähnte DARKSEED schon in den ewigen Jagdgründen, doch der Ausstieg von Sänger und Gründungsmitglied Stefan Hertrich konnte die Gothic Metaller nicht töten. Mit Ex-Eisbrecher-Basser Michael Behnke wurde die Instrumentalfraktion komplettiert und am Mikrofon steht mit Harald Winkler ein für Fans der Band alter Bekannter, denn er war mal Drummer bei DARKSEED. So erscheint ein halbes Jahrzehnt nach "Ultimate Darkness" nun das sechste Album, das den Titel "Poison Awaits" trägt.

Eingängiger Gothic Metal, der mit einer modernen Produktion versehen wurde ist zu hören und schnell fällt auf, dass die Keyboards eine tragende Rolle im Sound spielen. ... [Weiterlesen]

7 / 15 Punkten

Andreas Schulz

Review: Roger McGuinn's Thunderbyrd - Rockpalast: West Coast Legends Vol. 4 (DVD) (Rock)

Label: MIG Music

Die vertraute Rockpalast-Titelmelodie führt in eine an der etwas körnigen Bildqualität als geschichtsträchtig erkennbare Performance ein: hier gehtt es tatsächlich um die Aufzeichnung der beiden allerersten Abende des WDR-Formats überhaupt.

Initiator Peter Rüchel engagierte ROGER MCGUINN als Nachspeise zu RORY GALLAGHER und LITTLE FEAT. Der BYRDs-Mann seinerseits brachte alsdann rauere Töne auf die Bühne, als man es von seiner alten Truppe hätte erwarten können. Auch nach heutigem Verständnis wirkt die Musik nur insofern poppig, als dass es sich dabei um erstklassig eingängige Kompositionen handelt. Natürlich fehlt "Mr. Tambourine Man" nicht, aber es sind vielmehr die Lieder aus ... [Weiterlesen]

Andreas Schiffmann