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Review: [x]-Rx - Update 3.0 (Industrial Rave - 8/15 Punkten)

Label: ProNoize/Broken Silence

Das Kölner Industrial Rave-Projekt [x]-Rx schlägt mit seinem dritten Album zu, das den Titel "Update 3.0" trägt. Dieser Titel ist passend gewählt, denn man kann hier leider wirklich nur von einem Update und nicht von einem Upgrade sprechen. Oder weniger kryptisch: Pascal Beniesch weicht auch nicht einen Millimeter von der bisherigen Gangart ab, so dass man geneigt ist, von Stagnation zu reden, wenn auch auf einem gehobenen Level.

Auch auf dem dritten Album bekommt man reinstes Clubfutter geboten, das in den einschlägigen Clubs problemlos funktionieren wird. Harte, technoide Beats im strikten 4/4-Takt, flirrende und flächige, oft melodische ... [Weiterlesen]

8 / 15 Punkten

Andreas Schulz

Review: Endless Asylum - Danvers State Hospital - Beyond Mental Illness (Dark Ambient - 9/15 Punkten)

Label: Caustic Records/Nova MD GmbH

Das Danvers State Hospital ist eine ehemaliges psychaitrisches Krankenhaus in Danvers, Massachusetts, das 1992 geschlossen wurde und im Jahre 2006 endgültig abgerissen wurde. In den 20er Jahren des vergangenen Jahrhunderts wurde es wegen kontroverser Behandlungsmethoden berühmt-berüchtigt. Diesem geschichtsträchtigem Krankenhaus widmet der Spanier Sathorys Elenorth (DER BLAUE REITER, LUGBURZ) nun ein Konzeptalbum unter dem Projektnamen ENDLESS ASYLUM.

Die musikalische Ausrichtung auf "Danvers State Hospital - Beyond Mental Illness" ist extrem düsterer Ambient - soweit man von Musik sprechen kann. Das Gehörte ist oft eher eine beklemmend-klaustrophobische Klangcollage, die mit Sprachsamples und Geräuschen, die aus dem Gebäude selbst stammen ... [Weiterlesen]

9 / 15 Punkten

Andreas Schulz

Review: Kens Dojo - Reincarnation (Melodic Rock/AOR - 7/15 Punkten)

Label: AOR Heaven

Während der Kopf hinter diesem nächsten Projekt aus dem Melodic-Sektor, der norwegische Gitarrist, Songwriter und Produzent Ken Ingwersen, trotz seiner bisherigen Arbeit u.a. mit STREET LEGAL oder KEN HENSLEY nur den wenigsten Musikfreunden auf Anhieb etwas sagen dürfte, hascht KENS DOJO vordergründig als erstes mal wieder durch die involvierten Gastsänger um Aufmerksamkeit. Wobei sich das Namedropping bei "Reincarnation" aber dennoch in Grenzen hält. Für dieses sorgen in erster Linie der unvermeidliche, aber immer gute Glenn Hughes und eben Ken Hensley, während die anderen zu hörenden Vertreter der Sangesgilde weniger prominent daherkommen.

Und die beiden alten Herren des ... [Weiterlesen]

7 / 15 Punkten

Lars Schuckar

Review: Non Opus Dei - Eternal Circle (Black Metal - 9/15 Punkten)

Label: Witching Hour Productions

Mit schier unglaublicher Blast-Gewalt bricht der Opener über den Hörer herein. NON OPUS DEI sind schon länger im schwarzen Metier unterwegs, führen intelligente Interviews und hören sich dennoch an wie vom Bocksbeinigen Besessene.

Wunderbar hierzu passt Klimorhs gelegentlicher Vortrag in seiner polnischen Landessprache, die wunderbar kalt klingen kann. "I like to die and to live" meint er indes in "The Prisoner Of The Worlds" … was denn nun, intellektueller Black Metal oder Traditionsschule? - der Track prescht ebenfalls eilig voran, beinhaltet jedoch neben unglaublichem Snare-Drumming (wenn hier alles mit rechten Dingen zuging beim Aufnehmen …) Akkordschichten, die ... [Weiterlesen]

9 / 15 Punkten

Andreas Schiffmann

Review: Houston - Houston (Melodic Rock - 7/15 Punkten)

Label: Sound Pollution

Das Debüt dieser schwedischen AOR-/Melodic-Rock-Band, die eigentlich nur aus Sänger Erix und Schlagzeuger Allen besteht und live von diversen anderen Musikern unterstützt wird, ist eine etwas durchwachsene Sache. Musikalisch völlig in den 80ern verwurzelt orientiert man sich sehr stark an den damals dominierenden Genre-Vorreitern wie SURVIVOR, BON JOVI, FOREIGNER oder JOURNEY. Allerdings beschränken sich HOUSTON zu häufig auf das Nachahmen der (damals) Radio-kompatiblen Songs dieser Bands. Dass die großen Vorbilder auch viele harte Rocker im Repertoire haben, kommt bei der stilistischen Ausrichtung von „Houston“ deutlich zu kurz. Bezeichnenderweise steht im Informationsmaterial nichts darüber zu lesen, wer denn nun Gitarre auf ... [Weiterlesen]

7 / 15 Punkten

Lutz Koroleski (Oger)

Review: Suffocated - World Of Confusion (Melodic Thrash Metal)

Label: Pilot Records

Diese Rezension ist Teil unseres China-Specials. In den nächsten Monaten werden wir Euch haufenweise Bands aus dem fernen Osten präsentieren, die bei uns in Deutschland noch niemand kennt. Am Ende erwartet euch ein großes Feature über die chinesische Rock- und Metal-Szene, das wir mit dem einen oder anderen Interview ergänzen werden.

Seien wir mal ehrlich. So manches Album von einer chinesischen Band aus dem härteren Bereich überzeugte eher durch charmanten Rumpel-Charakter, als durch qualitativ hochwertige Musik, handwerklich wie auch im Hinblick auf das Songwriting. Anders sieht es da bei den Thrashern SUFFOCATED aus. Die fingen ... [Weiterlesen]

Andreas Schulz

Review: Sweetkiss Momma - Revival Rock (Southern Roots Rock - 9/15 Punkten)

Label: Eigenproduktion/Just For Kicks

Puyallup ist ein Kaff im US-amerikanischen Bundesstaat Washington und liegt eine halbe Autostunde entfernt von Seattle. Den Namen dieser Stadt muss man sich nicht unbedingt merken, im Gegensatz zum Bandnamen SWEETKISS MOMMA, zumindest dann, wenn man auf handgemachten, klassischen Rock mit Südstaaten-Flair steht und gerne mal die Scheiben von LYNYRD SKYNYRD und CREEDENCE CLEARWATER REVIVAL auflegt.

Besagtes Quintett hat mit seinem ersten Album "Revival Rock" eine Platte eingespielt, die angenehm altmodisch, gleichzeitig aber genauso zeitlos klingt. Die Basis des Ganzen ist Southern Rock, ganz zwanglos lässt man aber auch Soul (inklusive Bläser-Einsätzen in "Slow Fade"), Funk (im ... [Weiterlesen]

9 / 15 Punkten

Andreas Schulz

Review: System Divide - The Conscious Sedation (Extreme/Experimental Metal - 8/15 Punkten)

Label: Metal Blade Records

An sich ist die Melange, die das aus verschiedenen Nationen zusammengewürfelte Kollektiv aus Musikern und Ex-Musikern solch illustrer Bands wie ABORTED, ANTENORA, DISTORTED, MALIGNANCY und YEARS OF FIRE, gar nicht verkehrt.

Extremer Metal verschiedenster Schattierungen kollidiert mit mathematischen Exkursen, derberen Neo-Metalcore und atmosphärisch-süßlichen, schwebenden Parts, die manchmal sogar ganz ohne Stromsaiten auskommen. Rein musikalisch hat „The Conscious Sedation“ demnach sehr viel Eigenständigkeitspotenzial, und gerade die unzähligen, richtig schönen Melodien, die auf diesem Debüt zu hören sind, sind wahrlich traumhaft, was nicht zuletzt auch an der Stimme Miri Milmans liegt, die die melodische Hälfte der doppelten Vocal-Attacke übernimmt. ... [Weiterlesen]

8 / 15 Punkten

Chris P.

Review: Soifass - Hypokrit (Oi!/Streetpunk - 11/15 Punkten)

Label: KR Records

Ha, hier ist es, das tongewordene Argument gegen die These, meinereiner würde sämtliche deutschsprachigen Aggro-Proll-Rockbands über einen Kamm scheren: Das Comebackalbum der wiedervereinigten Oi!/Streetpunker SOIFASS!

Schön rüpelhaft und mit mächtig Pfeffer im Arsch haut der zum Teil neu besetzte Fünfer zwölf schmissige Songs raus, die dank Viktors herrlich grobem, straßenerprobten Organ eine beachtliche Durchschlagskraft entwickeln. Eine leichte Hardcore-Färbung schimmert immer wieder gerne durch, aber manchmal hört man dem Fivepiece auch an, dass es gelegentlich gerne auch mal die ein oder andere Metal-Scheibe aufzulegen scheint. Die sehr persönlichen Texte wirken kein Stück aufgesetzt, sondern machen den Eindruck, dass ... [Weiterlesen]

11 / 15 Punkten

Chris P.

Review: Sonic Syndicate - We Rule The Night (Pop mit harten Gitarren - 7/15 Punkten)

Label: Nuclear Blast GmbH

Die schwedischen Senkrechtstarter SONIC SYNDICATE sind mit ihrem insgesamt vierten Album "We Rule The Night" endlich angekommen: im Niemandsland der seelenlosen Popmusik. Was sich mit der Vorab-EP "Rebellion" bereits andeutete, wird nun vollends vollzogen, nämlich die beinahe komplette Abkehr von modernem Metal mit Wurzeln im Melodic Death Metal, hin zu eingängigem, radiotauglichen Rock, der kaum noch Ecken und Kanten aufweist.

Daran ändert weder die Tatsache, dass Neu-Sänger Nathan J. Biggs hin und wieder noch ein paar Screams ablässt, noch der Einsatz von relativ harten Gitarren etwas, denn die Songs an sich sind so dermaßen auf Mainstream gestriegelt, ... [Weiterlesen]

7 / 15 Punkten

Andreas Schulz