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Review: New Device - Takin' Over (Hard Rock - 9/15 Punkten)

Label: Powerage / Soulfood

Mit fett modernem Sound und eher klassischem Rocksänger, der auch in höheren Lagen brilliert, stürmen NEW DEVICE auf die Bretter. "Takin' Over" will nicht weniger als in die Arenen, und das hört man in jedem Song: Don't bore us, get to the chorus. DEF LEPPARD haben es einst vorgemacht.

Hymnen fürs Stadion mit zahlreichen dickbäuchigen Riffs wie auch Lead-Spielereien, die sich international nirgends verstecken müssen schreiben NEW DEVICE offenbar mit Leichtigkeit. Kalkül steckt dahinter, aber nichtsdestoweniger muss man dies auf solch hohem Niveau erst einmal fertigbringen. Sicher ist auch, dass man hier und dort Versatzstücke bereits gehört ... [Weiterlesen]

9 / 15 Punkten

Andreas Schiffmann

Review: Hellbastard - The Need To Kill (Thrash Metal/Punk - 4/15 Punkten)

Label: Selfmadegod Records

In Newcastle scheinen die Uhren anders zu ticken. Denn HELLBASTARD liefern einen wirklich kranken, fiesen musikalischen Bastard ab, der sich sehr schlecht in irgendwelche Schubladen stecken lässt. Im Großen und Ganzen könnte man die Mucke als Thrash Metal / Punk bezeichnen, der mit allerhand rudimentären Elementen angereichert ist.

Was im ersten Augenblick spannend klingt, wird im Verlauf der Platte zur Tortur. Nicht nur, dass die Band hier im Drogenrausch die unmöglichste Mischung an Elementen fabriziert hat – nein, sie bestückt das ganze noch mit einem nervenden Drumsound und dämlichen Intros. Rein spieltechnisch sind die Engländer keineswegs unterste ... [Weiterlesen]

4 / 15 Punkten

Oliver Schreyer

Review: Atras Cineris - Monolith (Black Metal - 6/15 Punkten)

Label: ARTicaz Records

Bereits 2008 wurde „Monolith“ veröffentlicht. Schlicht, düster und fast unleserlich thronen Artwork und Bandlogo und lassen auf einiges hoffen... Das Sinnbild, was der Albumtitel assoziieren lässt, bricht allerdings recht schnell, denn das Debüt der Band überzeugt nur im Ansatz.

Zugegeben: für ein Erstwerk ist „Monolith“ kein schlechter Einstieg in die Welt des Black Metal. Aber rein objektiv betrachtet, wird hier nur bereits Dagewesenes aufgewärmt. Die Band ist um musikalische Vielfalt bemüht, bewegt sich zwischen rasend schnellen Passagen und vielen atmosphärischen Midtempo-Parts, die sich oft in ihrer düsteren Stimmung verlieren. Gerade in den vielen langatmigen Passagen (man höre ... [Weiterlesen]

6 / 15 Punkten

Oliver Schreyer

Review: Count Raven / Griftegård - Split 7" EP (Doom Metal)

Label: Ván Records

Nach „Mammon's War“ bzw. „Solemn.Sacred.Severe“ gibt es hier nun endlich wieder neuen Stoff von der Doom-Front. Beide Bands konnten mit ihren aktuellen Alben viel Ruhm einheimsen und die Anhängerschar wartet ja bereits gierig auf mehr Material. Endlich wurde dem entsprochen und nun gibt es auf dieser Split 7“ je einen neuen Song von zwei der genialsten Traditional Doom-Bands dieser Tage.

COUNT RAVEN steuern mit 'Wolfmoon' einen Song der „Mammon's War“-Session bei. Durchweg eher rockige Nummer, die gut abgeht, aber im Großen und Ganzen dem Standard des aktuellen Albums entspricht und mit Fondelius' genialem Gesang wieder extrem eigenständig ... [Weiterlesen]

Oliver Schreyer

Review: Circle of Dead Children - Psalm of the Grand Destroyer (Death Grind - 9/15 Punkten)

Label: Candlelight / Willowtip

Nein, Musterknaben sind CIRCLE OF DEAD CHILDREN keine – nach gut fünf Jahren, die zum letzten EP-Release „Zero Magin Comfort“ zurückliegen, meldet sich der kranke Ami-Haufen zurück. Ästhetik scheint ein Fremdwort für die Herren, die hier plump, wie mit dem Holzhammer eine gute halbe Stunde ihre Instrumente malträtieren.

Die Songs sind einfach gestrickt – ein austauschbares Death-Grind-Brett, welches eher mittelmäßig daherkommt. Dem vielversprechenden Plattentitel wird das Album nicht gerecht, aber dennoch: trotz aller simplen, plakativen Vordergründigkeit besitzen CIRCLE OF DEAD CHILDREN eine Art von Charme, der auf seine plumpe, herbe Art irgendetwas Eigenes besitzt, das sie von ... [Weiterlesen]

9 / 15 Punkten

Oliver Schreyer

Review: Angantyr - Svig (Black Metal - 11/15 Punkten)

Label: Northern Silence Productions

Drei Jahre hat sich Ynleborgaz für das neue Album Zeit gelassen. Nach dem sang- und klanglosen Verfall des Ehemalslabels hat der Däne aber mit Northern Silence ein hochkarätiges neues Zuhause gefunden. „Svig“ setzt genau dort an, wo der Vorgänger „Haevn“ endete und wird somit keinen Fan enttäuschen...

Die sechs dargebotenen Songs überzeugen wieder durch Aggression und auch Epik. Die musikalische Mischung aus schnellen Passagen und vielen tragenden Passagen, die Ynleborgaz fährt, ist im ersten Augenblick sicher für dieses Feld von Musik kein Stück neu, aber immer wieder sehr ergreifend. Gerade die Keyboard untersetzen Parts, welche zum Teil ... [Weiterlesen]

11 / 15 Punkten

Oliver Schreyer

Review: Curbs - The City Of Dreaming Spires (Rock/Britpop - 12/15 Punkten)

Label: Pate Records

Wüsste man es nicht besser, könnte man glauben, dass CURBS eine Formation aus England sei, die jahrzehntelang mit heutigen Legenden wie RIDE, OASIS, BLUR, THE CURE und Konsorten groß geworden ist – doch die Band, die uns hier mit „The City Of Dreaming Spires“ beehrt, legt gerade mal ihr drittes Album vor und stammt aus dem edlen Wien.

Okay, am seeehr britischen Sound ist nicht nur der Fünfer „schuld“, sondern auch Mark Gardener (RIDE), der das Werk in Oxford produziert hat. Vielleicht ist das, was CURBS präsentieren, nichts all zu Neues, wenngleich der Platte noch ein wenig ... [Weiterlesen]

12 / 15 Punkten

Chris P.

Review: Gallowbraid - Ashen Eidolon (Black Metal/Folk)

Label: Northern Silence

Die in den, ähem, „selling points“ des Presseschreibens angeführten Vergleiche mit AGALLOCH, frühen ULVER und „vielleicht auch FEN“ hinken gar nicht mal so sehr, denn das schmackhafte Gebräu, das GALLOWBRAID eine gute halbe Stunde lang darbieten, ist in erster Linie eine extrem melodische Kombination aus Black Metal, viel Folk und Doom Metal, und wenn wir schon mit Bandnamen um uns werfen, wäre es bestimmt auch nicht verkehrt, „blackened early KATATONIA“, „IRON MAIDEN go Viking“ oder „SKUMRING, blackened and +500% speed“ (ja, letztgenannte Band ist sehr, sehr langsam...) in den Raum zu werfen.

Doch die US-Amerikaner haben mehr ... [Weiterlesen]

Chris P.

Review: Bass Communion - Molotov and Haze (Drone / Ambient)

Label: Important Records

Wo auch immer sich Steven Wilson zwischen dem 14. und 17. Februar 2008 befand – vermutlich irgendwo in Mexiko, da er gerade an den Aufnahmen für sein Soloalbum "Insurgentes" arbeitete – der Ort muss seinen Geist beflügelt haben. Zwar waren auf "Pacific Codex" bereits elektronisch verzerrte Gitarren-Soundscapes zu finden, die aus Metal-Skulpturen (und damit sind durchaus auch echte, physische Skulpturen gemeint) des Perkussionisten und Künstlers Steve Hubback weiterverarbeitet wurden, doch für "Molotov and Haze" ging Wilson wieder von der zweiten in die erste Hand über und nahm binnen vier Tagen eigens auf Gitarre das Rohmaterial auf, das er anschließend zu ... [Weiterlesen]

Sascha Ganser

Review: Corvus Corax - Cantus Buranus - Live in München (DVD) (Mittelalter / Klassik / Soundtrack - 12/15 Punkten)

Label: Pica Music

Cantus Buranus, der Gesang aus Benediktbeuern, wie es übersetzt heißt, ist die Vertonung der Carmina Burana, einer Sammlung von mittelalterlichen Handschriften und das wohl ambitionierteste und letztlich auch beste Werk von CORVUS CORAX. Nicht nur mit den hervorragenden CD-Veröffentlichungen, sondern vor allem mit den aufwändigen Live-Inszenierungen hat sich das Mittelalter-Ensemble selbst ein Denkmal geschaffen. Egal ob auf Metal-Festivals wie dem Wacken Open Air oder dem Summer Breeze, auf der Landesgartenschau NRW oder auf allerlei Events und Konzerten in Dresden, Berlin, Hamburg, Stuttgart oder München - dieses Mammutwerk begeistert jeden, der an einer Mischung aus Klassik, mittelalterlicher und soundtrack-artiger Musik Gefallen ... [Weiterlesen]

12 / 15 Punkten

Andreas Schulz