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Review: Conan's First Date - Effigies (Metal/Rock/Core)

Label: Eigenproduktion

„Ui!“ dachte ich mir so, als mir die ersten Takte dieser Doppel-EP entgegenstampften, denn der Sound dieses Rundlings hat Hoden. Abrissbirnengroße Hoden. „Huch!“ entfleuchte es mir, als ich feststellen durfte, dass der Genregruppensex von dem Conan seinem ersten Rondewuuh ganz schön experimentell ist.

CONAN'S FIRST DATE vermischen völlig selbstverständlich extremen Metal mit Stoner, Southern Rock mit Alternative, Doom mit Neo-Thrash, Sludge mit Spacerock. Als ich las, dass einem solche Bands wie „MACHINE HEAD, BLACK LABEL SOCIETY, SOILWORK, ENTOMBED, NEVERMORE und PANTERA“ in den Sinn kämen, wenn man sich die Musik der Ungarn so antue, polterte ich noch ... [Weiterlesen]

Chris P.

Review: Fallen Angel - Crawling Out Of Hell (US Power Metal - 13/15 Punkten)

Label: Fallen Angel Records (Eigenproduktion)

Aber hallo! Ich hatte ja schon einiges von diesem Album von FALLEN ANGEL (speziell in der Mehrzahl ein nicht gerade seltener Name im Metal Genre, daher besteht hier Verwechslungsgefahr) erwartet, nachdem ich bei MySpace auf deren Musik gestoßen bin (diese Netzwerke haben tatsächlich auch ihr Gutes), aber DAMIT hatte ich dann doch nicht gerechnet. Denn was das New Yorker Quintett hier als Eigenproduktion vorlegt, ist mal ganz großes Kino. Nicht nur, dass es sich bei ihrem Debüt um ein ausgeklügeltes Konzeptalbum handelt, die CD ist auch mächtig gut aufgemacht mit seinem 32-seitigen, aufwändig illustriertem Booklet. Dort kann man dann bestens ... [Weiterlesen]

13 / 15 Punkten

Lars Schuckar

Review: Grey - Whoneedsyou (Sludge/Mathcore/Hardcore - 11/15 Punkten)

Label: Bastardized Recordings

Was muss man eigentlich für eine gottverreckte Scheiße im Leben durchgemacht haben, um so verdammt angekratzt, negativ und garstig zu klingen? Diese Frage stellte ich mir nach den knapp 32 Minuten von „Whoneedsyou“, dem Debüt der Hamburger Formation GREY. Grau. Ja. Ein Leben in Grautönen könnte der Schlüssel zu diesen Eruptionen sein.

Richtig dreckiger Sludge prallt auf heftigste Math-Ausbrüche. Überschäumende Hardcore-Wut und massive, moderne Metal-Grooves ebnen das Schlachtfeld. EYEHATEGOD kopulieren mit völlig fertigen MESHUGGAH. THE DILLINGER ESCAPE PLAN besorgen es CROWBAR zu deren brutalsten Zeiten. EMM URE laden CONVERGE ein und nehmen gemeinsam zu viele Drogen. ISIS ... [Weiterlesen]

11 / 15 Punkten

Chris P.

Review: Jesus On Extasy - No Gods (Gothic / Electro Rock - 9/15 Punkten)

Label: e-Wave Records / Sony Music

Es muss eine ziemlich große Laus gewesen sein, die da über die Leber gelaufen ist, denn so angepisst und hart wie auf ihrem dritten Album "No Gods" klangen JESUS ON EXTASY, die Electro Rocker aus dem Ruhrpott noch nie. Bandinterne Querelen und die bittere Erkenntnis, dass ein bisschen Hype in den Szenemagazinen noch keinen Superstar gemacht hat, haben ihre deutlichen Spuren im Sound der Band hinterlassen.

Wo auf den ersten beiden Alben noch der romantisch-kitschige Glam die Oberhand hatte, ist er auf dem neuen Output mitunter brachialen Gitarrenriffs gewichen, die man in der Form von der Band ... [Weiterlesen]

9 / 15 Punkten

Andreas Schulz

Review: Dudley Taft - Left For Dead (Blues Rock - 9/15 Punkten)

Label: Eigenproduktion/Just For Kicks

Dudley Taft ist ein Blues Rocker, der mit seinen 30 Lenzen schon als Veteran durchgeht. So spielte er in Bands wie Space Antelope, Sweet Water (mit denen er zwei Alben für den Major Atlantic einspielte) und Second Coming, mit denen er mit "Vintage Eyes" einen kleinen Hit in den USA hatte. Nun hat er unter seinem eigenen Namen mit zwei Kumpels ein Trio gegründet, mit dem er sich zu seinen musikalischen Wurzeln, nämlich dem Blues Rock zurück bewegt.

Dabei lässt er in dezentem Maß auch Soul, Funk und Jazz einfließen, die Basis bleibt aber stets authentischer Blues ... [Weiterlesen]

9 / 15 Punkten

Andreas Schulz

Review: Outsmarted - The Amoral Ranger (Hardcore/Metal/Rock - 7/15 Punkten)

Label: 7hard

Von ihrem ursprünglichen Stil, dem Skatepunk, haben sich die Linzer OUTSMARTED inzwischen ein ganzes Stück entfernt. Erst jetzt kommt die 2003 formierte Truppe mit einem Debütalbum aus dem Quark, und stilistisch hat sich einiges getan.

Die dreizehn Songs stellen eine recht abwechslungsreiche Reise durch Punkrock, Screamo, MOTÖRHEAD-Rock, oldschooligen und modernen Metal, ONLY LIVING WITNESS meets BLACK SABBATH, schwermetallischen Boogie, Hardcore alter und neuer Schule, COMEBACK KID meets NYHC, also durch alles, was schön aggressiv rockt, Arsch tritt, fetzt, dar. Doch irgendwie erscheinen mir OUTSMARTED bei diesem Vorhaben zu überambitioniert, denn vieles auf „The Amoral Ranger“ wirkt, also ... [Weiterlesen]

7 / 15 Punkten

Chris P.

Review: Valient Thorr - Stranger (Heavy Metal - 12/15 Punkten)

Label: Volcom/ADA-Warner Music

Gänzlich unbeeindruckt von Trends zeigen sich die Intergalaxometaller von VALIENT THORR auch auf ihrem mittlerweile fünften Album. Auf „Stranger“ zelebrieren die fünf sehr, sehr bärtigen, verschroben wirkenden Amis einmal mehr ihren ganz eigenen Bastard aus NWOBHM-Kost, Hard Rock und rockigem Thrash Metal, der gelegentlich auch mal voivodesk durch die Gegend stolpert.

Doch auch wenn einem beim Hören dieses Werkes zig Bands aus den Siebzigern und Achtzigern - reihenweise „big names“ - in den Sinn kommen, von denen die Herrschaften ihre Signale empfangen zu haben scheinen, lässt sich nie ein dominanter Einfluss ausfindig machen. Die fünf wildern einfach ... [Weiterlesen]

12 / 15 Punkten

Chris P.

Review: Skullview - Metalkill The World (US Metal - 10/15 Punkten)

Label: Pure Steel Records / Twilight

Der Krieger und der Drache auf dem Albumcover sowie der Titel "Metalkill The World" dürften bei Hassern von klischeetriefendem Power Metal alle Alarmsirenen schrillen lassen. Und in der Tat wandeln SKULLVIEW auf ihrem vierten Album, das neun Jahre nach dem Vorgänger erscheint, auf den Spuren von frühen Manowar, Omen oder auch Iron Maiden.

Die Herzen traditionell veranlagter Metaller dürften dagegen höher schlagen, denn SKULLVIEW präsentieren sich verspielt, hymnisch, ganz dezent progressiv und betont unmodern. Der zur Band zurückgekehrte Sänger Mike Quimby Lewis ist zwar kein zweiter Sean Peck oder Harry Conklin, überzeugt aber über weite Strecken mit ... [Weiterlesen]

10 / 15 Punkten

Andreas Schulz

Review: Return To Earth - Automata (Metal beyond the Tellerrand - 12/15 Punkten)

Label: Metal Blade Records

Flutsch, fla-ping, glitsch, kuller, kaploink, blaflitsch, padoink! So in etwa klingt der Versuch, die wirre Stilkreation des Dreiergespanns aus Jersey stilistisch zu greifen. „Automata“ ist nämlich eine Scheibe, bei der alles passieren darf – und bei der Wörter wie „Limitierung“, „Grenze“, „Rahmen“ und „Gesetz“ übelste Beleidigungen darstellen.

Mainman Chris Pennie wird Mathcore-Fans als ehemaliger THE DILLINGER ESCAPE PLAN-Drummer bekannt sein, ebenso drischt der junge Mann neuerdings bei COHEED & CAMBRIA in die Felle. Vergangenheit und Gegenwart schimmern auf diesem Album natürlich durch, aber man hört ebenfalls sehr deutlich, dass Pennie beim Songwriting gleichermaßen von MIKE PATTON, RADIOHEAD, ... [Weiterlesen]

12 / 15 Punkten

Chris P.

Review: SAM - Brainwasher (Industrial / Rhythmic Noise - 10/15 Punkten)

Label: ProNoize/Broken Silence

Die Gebrüder Meyer, unterwegs unter dem Namen SAM, werfen mit "Brainwasher" ihr drittes Album auf die Tanzflächen der schwarzen Clubs. Großartige stilistische Änderungen gibt es indes nicht zu hören, noch immer ballert technoider Industrial mit Tendenz zum Power Noise aus den Boxen. Das aber überaus kompetent.

Die beiden Soundtüftler bedienen sich nämlich nicht irgendwelcher Presets, sondern kreieren mitunter spektakuläre Sounds mit ihren Sequenzern und Synthesizern, die von treibenden und harten Beats in Gang gesetzt werden. Dabei fällt zum einen auf, dass die 13 Songs nahezu perfekt abgemischt wurden, Basslines, Synthielines und die Beats stehen klangtechnisch im ausgewogenen ... [Weiterlesen]

10 / 15 Punkten

Andreas Schulz