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Review: Accept - Blood Of The Nations (Heavy Metal - 12/15 Punkten)

Label: Nuclear Blast GmbH

ACCEPT sind wieder da! Und man ist geneigt, von einer nahezu triumphalen Rückkehr zu sprechen. Schon auf dem Rock Hard Festival sah man Gitarrist Wolf Hoffmann an, wieviel Spaß ihm die Band wieder macht und sein Grinsen ist nun allzu verständlich, denn zu diesem Zeitpunkt wusste er ja bereits, was für ein saustarkes Album die Band in der Hinterhand haben würde. Nun ist "Blood Of The Nations" da und dürfte rein musikalisch jeden Zweifler und Kritiker verstummen lassen.

Das zwölfte Studioalbum der legendären Band bietet wirklich alle Trademarks, die man an ACCEPT liebt und vermisst hat, wartet ... [Weiterlesen]

12 / 15 Punkten

Andreas Schulz

Review: Klaus Schulze - La Vie Electronique 8 (Electronica)

Label: MIG

Einen knappen Monat später: „La vie Electronique 8“ erscheint. Und setzt fast nahtlos an Nummer 7 an. Umrissen werden die Jahre 1979-83, also jene Zeit , in der SCHULZE sich der digitalen Sounderzeugung annahm. Die dritte CD zeugt davon, mit scharfen, aber immer melodiösen Klängen. So eine Art eigenständiger Prä-Techno. Dabei entgeht KLAUS SCHULZE jener Gefahr, der TANGERINE DREAM irgendwann erlag; durch die Hinzunahme weiterer Instrumente und die Besinnung auf kürzere, rockigere Strukturen irgendwo im Niemandsland des instrumentalen Muzak zu landen.

Doch zuvor baden wir wieder in warmen Klängen, die zwar nicht zerfließen, sondern mit jenen Rhythmen ... [Weiterlesen]

Jochen König

Review: Various Artists - This Comp Kills Fascists Vol. 2 (Grindcore/Hardcore/Punk/Crust)

Label: Relapse Records

Knüppelprominenz wird man auf der zweiten, von Scott Hull initiierten „This Comp Kills Fascists“-Ausgabe vergeblich suchen, denn dieses Mal kommt ausschließlich der Underground zum Zuge. Es liegt mir fern, Sampler nur mit ein paar Sätzen abzutun und die High- und Lowlights herauszufiltern – jede Band sollte Aufmerksamkeit erhalten, egal ob nega- oder positiv. Man verzeihe mir bitte den inflationären Genrenamengebrauch, aber wie soll man dem Leser die musikalischen Inhalte denn sonst nahebringen? Eben. Here we go:

Die ersten sieben Stücke liefern LACK OF INTEREST, die manchmal wie ein kruder Mix aus MASSGRAV und CEREMONY tönen. Grindiger, aber ... [Weiterlesen]

Chris P.

Review: Malevolent Creation - Invidious Dominion (Death Metal - 11/15 Punkten)

Label: Massacre Records

In Zeiten, in den auch im nordamerikanischen Death Metal immer öfter das Credo "Höher, schneller, weiter" an der Tagesordnung ist, verweigern sich die Urgesteine MALEVOLENT CREATION auf ihrem elften Studioalbum "Invidious Dominion" beharrlich allen modernen Strömungen und hauen ein Brett der alten Schule heraus, das in 36 Minuten keine Gefangenen macht und herrlich stumpf auf die Zwölf geht.

Die mal wieder line-up-technisch umgekrempelten Floridianer (neu sind Drummer Gus Rios und Gitarrist Gio Geraca) verzichten dabei weitestgehend auf melodische Leads, dafür jagt ein Killerriff das nächste und hier und da setzt es auch mal ein quietischiges Solo. Da ... [Weiterlesen]

11 / 15 Punkten

Andreas Schulz

Review: Sky's Shadow - Romeo & Juliet (Progressive Symphonic Rock/Metal - 10/15 Punkten)

Label: Hammersound

Nach ihrem 2004er-Debut "Fate" haben die Leverkusener Progressive Symphonic Metaler SKY'S SHADOW nun ihr zweites Album am Start. Es handelt sich dabei um ein Konzeptwerk, das sich mit der bekannten Geschichte von Shakepeares Romeo und Julia befasst. So hat das Album "Romeo & Juliet" auch ein bisschen was von einer Rockoper im Stile AYREONs. Nur dass bei SKY'S SHADOW etwas mehr auf orchestrale Elemente gesetzt wird.

Aber auch SKY'S SHADOW zielen in erster Linie auf die Erschaffung einer Atmosphäre hin. Diese ist oft besinnlich, doch es gibt auch intensivere Abschnitte. Es werden Gefühle wie Melancholie, Liebe, Wut ... [Weiterlesen]

10 / 15 Punkten

Steffen

Review: Sons Of Sounds - Bound in Sound (Hard Rock / Heavy Metal)

Label: Eigenvertrieb

Unsigned Band lässt sich von PINK-CREAM-69-Kollegen unter Schutz nehmen, und heraus kommt biederer Sauber-Metal bis Hardrock, der trotz professioneller Ausführung vor Klischees trieft, kaum Spielwitz bietet und demnach noch ein paar Jahre im Proberaum reifen sollte.

SONS OF SOUNDS knödeln eine lasche und überdramatische Konsensrockversion von "Paint It Black" mit "hey, hey, hey"-Shouts, die an den NDW-Quark vom ollen Mongolenherrscher erinnern - und das gleich zu Beginn. Johanns Shred-Solo ist vollkommen uninspiriert, und die Rhythmusgruppe agiert bieder. "High Speed Rock & Roller Girl" gerät musikalisch agiler und damit auch ansprechender; titelgemäß kommt es als Uptempo-Rocker daher, dessen ... [Weiterlesen]

Andreas Schiffmann

Review: Heart - Red Velvet Car (Rock - 7/15 Punkten)

Label: Eagle Rock

Sozusagen das Herz von HEART sind die beiden Schwestern Ann und Nacy Wilson, die schon in den 70ern, vor allem in den USA mit einer Mischung aus Hardrock und Folk sehr erfolgreich waren. Ein großer Hit aus dieser Zeit ist „Barracuda“. Hierzulande deutlich bekannter dürften die HEART-Alben sein, welche Mitte bis Ende der 80er erschienen und reihenweise MTV-kompatible Hochglanz-Pop-/Rock-Perlen wie „These Dreams“, „Never“, „Alone“ oder „All I Wanna Do Is Make Love To You“ enthielten. In den übellaunigeren 90ern wollte niemand mehr solche Musik hören und HEART orientierten sich wieder mehr in Richtung des rockigeren Sounds ihrer Anfangstage. Die beiden, ... [Weiterlesen]

7 / 15 Punkten

Lutz Koroleski (Oger)

Review: Avenged Sevenfold - Nightmare (Modern Heavy Metal - 12/15 Punkten)

Label: Roadrunner Records

Ein Albtraum war es für das kalifornische Gespann, als ihr Schlagzeuger Jimmy „The Rev“ Sullivan aufgrund eines tödlichen Cocktails aus Alkohol und verschreibungspflichtigen Medikamenten das Reich der Lebenden verließ. Paralysiert von diesem Schock, schien es anfangs unwahrscheinlich, ohne ihn weiterzumachen, doch das wäre wohl kaum im Sinn des Verstorbenen gewesen – also traten sich die verbliebenen Bandmitglieder selbst in den Hintern und führten das, was gemeinsam mit ihm entstand, fort.

Der stark emotionale Charakter auf diesem Album kommt demnach nicht von ungefähr, denn viel von dieser Tragödie verarbeiten Gates, Vengeance, Shadows und Christ auf diesem über einstündigen ... [Weiterlesen]

12 / 15 Punkten

Chris P.

Review: Liza23 - Lüg’ mich an - Promo-Single/-Album (Girlie Power Pop)

Label: 4ohm music Warner/Chappell

LIZA23 ist eine Münchner Band, die nicht nur nach Frontfrau Liza benannt ist, sondern auch mit „23“ die interne geschlechterspezifische Zusammensetzung thematisiert. Ähnlich gesellschaftskritisch sind die Jungspunde auch in ihren Texten. „Drum dreh’ dich nicht um, dreh’ dich nicht um mich, sonst dreh’ ich mich um dich, und wir drehen uns im Kreis“ weiß „Es dreht sich!“ zu berichten. Ölpest, Klimawandel, Überflutungen, Tsunamis, Irak und Afghanistan, man könnte stundenlang Schlagworte aufzählen; nichts käme eine kompakteren Analyse näher als LIZA23s Statement: alles dreht sich um sich selbst. Ähnliche Kracher finden sich am laufenden Band auf vorliegendem Promo-Album. Das aus der Single ... [Weiterlesen]

Jochen König

Review: Misconceived - Resurrection - Beast - Kill (Death / Thrash - 11/15 Punkten)

Label: Eigenvertrieb

SLAYER-mäßiges Unheilsintro, und dann Abmarsch im Blastbeat mit Keifen und sirrenden Gitarren … MISCONCEIVED scheinen musikalisch wie textlich von Wut und Hass getrieben zu sein. "Resurrection - Beast - Kill" gerät so zur wenig originellen Angelegenheit, die allerdings nur völlige Kostverächter nicht verschmähen dürften.

"Ocean of Dreams" bietet auch ein wenig Midtempo, und großartig daran ist: die Band klingt dabei nicht wie so viele andere zahnlos, sondern drückt umso nachhaltiger. Solistisch geht auch einiges mehr als anderswo, womit man öden Rödlern wie LEGION OF THE DAMNED um eine Nasenlänge voraus ist. Die Riffs sind gleichwohl mit denen ... [Weiterlesen]

11 / 15 Punkten

Andreas Schiffmann