musikreviews.de

Review: Death Angel - Relentless Retribution (Thrash Metal - 10/15 Punkten)

Label: Nuclear Blast

Auf die DEATH ANGEL-Reunion habe ich mich seinerzeit sehr gefreut. Obwohl die Band live nach wie vor eine Macht ist, fand ich die beiden seit dem erschienen Studio-Alben eher enttäuschend. Neben einigen wirklich guten Songs gab es zu viel halbgares Material, das mit den Bandklassikern in keiner Weise mithalten konnte. Nach dem letzten Album „Killing Season“ stiegen nacheinander die beiden Gründungsmitglieder Dennis Pepa (Bass) und Andy Galeon (Drums) aus und wurden durch neue Leute ersetzt.

Scheinbar hat dieser Verlust den Todesengeln nicht geschadet, denn „Relentless Retribution“ klingt deutlich frischer und fokussierter als seine beiden Vorgänger. Das Gaspedal ... [Weiterlesen]

10 / 15 Punkten

Lutz Koroleski (Oger)

Review: Zulya - Tales of Subliming (Songwriter / Russische Musik - 10/15 Punkten)

Label: Westpark

Diese russischer Liedermacherin hat sich von ihren Bandmusikern Musik zu nachdenklichen Texten schreiben lassen und bietet auf ihrem sechsten Album (zwei davon unter dem Banner CHILDREN OF THE UNDERGROUND) einen folkloristischen Mix, der für deutsche Ohren nicht eben alltäglichen Art.

Andererseits hat "Tales of Subliming" auch wenig mit musikalischen Petroschka-Klischees oder Russendisko zu tun. "A Tale Of Love And Death" klingt beispielsweise nach TOM WAITS' Jahrmarktsbesuchen und formuliert damit sogleich den Grundtenor des Albums. "Water Woman And The Orphan Girl" oder "Baba Yagas Dream" legen mit Mariachi-Bläsern nach, sodass man ZULYAs Herkunft in erster Linie an der ... [Weiterlesen]

10 / 15 Punkten

Andreas Schiffmann

Review: Stan Bush - Dream The Dream (Melodic Rock - 9/15 Punkten)

Label: Frontiers Records

Das elfte Solo-Werk von STAN BUSH ist knietief in den 80ern verwurzelt. Geboten wird an JOURNEY, FOREIGNER und SURVIVOR erinnernder, perfekt gespielter, gesungener und produzierter Melodic Rock. Die meisten der zwölf Songs – inklusive des Remakes eines älteren Songs „(Sam´s Theme) The Touch“ – haben allerdings ein Problem: Man hat kurz vor dem Refrain das Gefühl: „Jetzt haut er richtig einen raus“. Aber dann fehlt doch der allerletzte Kick zum echten Übersong. Da mag auch der Unterschied zur eingangs erwähnten, deutlich erfolgreicheren Konkurrenz liegen. Aber das ist auf Basis eines einzelnen Albums natürlich nur Spekulation. Unabhängig davon kann man „Dream ... [Weiterlesen]

9 / 15 Punkten

Lutz Koroleski (Oger)

Review: While Heaven Wept - Lovesongs Of The Forsaken (Epic Metal)

Label: High Roller Records

Rückwirkend betrachtet ist es erstaunlich, wie konsistent das Schaffen von WHILE HEAVEN WEPT bisher ausgefallen ist. Da viele Ideen für spätere Songs bereits aus den Anfangstagen der Band stammen, weist auch der vorliegende Re-Release der ersten EP "Lovesongs Of The Forsaken" bereits die markanten Trademarks auf, welche die Band noch heute auszeichnen: herrlich klagende Melodien, emotionaler Gesang, ausschweifende Epik und atmosphärische Zwischenspiele. Interessant ist aber vor allem, dass WHILE HEAVEN WEPT bereits 1995 keine reine Doom-Band waren, zumindest nicht, wenn man diesen Begriff ausschließlich auf langsam walzende Riffs beschränkt. Schon damals konnte man viele der Stilelemente entdecken, die auf dem ... [Weiterlesen]

Daniel Fischer

Review: Capilla Ardiente - Solve Et Coagula (Doom Metal)

Label: NSP / Eyes like Snow

CAPILLA ARDIENTE ist das Kopfkind der chilenischen Doomheads CLAUDIO BOTARRO (bg.) und FELIPE PLAZA (gtr./voc.), die mit „Solve Et Coagula“ einen Vorgeschmack auf ihr für 2011 geplantes Debüt vorlegen. Bereits 2009 vom deutschen Label High Roller Records auf Vinyl veröffentlicht, ist die MCD-Veröffentlichung nun das Resultat des Plattendeals mit Eyes Like Snow.
Beide Männer waren bzw. sind noch in anderen Bands aktiv: BOTARRO stand eine Weile bei den Doomdeathern POEMA ARCANVS am Bass, PLAZA ist auch Gründer von PROCESSION, noch einer Doomband, die hierzulande schon auf Keep It True und Doom Shall Rise die Menge zum langsamen Headbangen veranlassten. ... [Weiterlesen]

Sidney König

Review: Magnus - Acceptance of Death (Trhash/Death Metal - 12/15 Punkten)

Label: Witching Hour Productions

Dreizehn Jahre lag die polnische Thrash/Death Formation MAGNUS auf Eis, nachdem sie in den späten 80ern diverse Demos und in den 90ern auch drei Alben veröffentlicht hatten. Nun sind die Jungs zurück, sehen genau so unverwüstlich aus wie anno dazumal, und ballern los, als seien gerade mal ein paar Tage ins Land gezogen.

Ich meine das ganz im Ernst: Was sich auf „Acceptance of Death“ abspielt, ist ein richtig feines Stück Oldschool Thrash/Death Metal. Hier werden keine Kompromisse eingegangen, keine Gefangenen gemacht, und am Allerwenigsten wird sich hier irgendwelchen modernen Sounds angebiedert; keiner der Songs ist länger ... [Weiterlesen]

12 / 15 Punkten

Sidney König

Review: Spiritual Beggars - Return To Zero (Classic Rock - 10/15 Punkten)

Label: Insideout

Nach fünf Jahren Pause melden sich die SPIRITUAL BEGGARS um den hauptberuflichen ARCH ENEMY- und CARCASS-Gitarristen Michel Amott mit einem neuen Album, einem neuen Sänger und neuer musikalischer Ausrichtung zurück. Der neue Frontmann Apollo Papathanasio ist sonst bei den Griechen von FIREWIND aktiv und verfügt über ein klassisches, raues Hardrock-Organ, das etwas in Richtung David Coverdale geht, sich also gut für bluesige und 70er Jahre-lastige Kompositionen eignet. Denn vom rotzigen Stoner-Rock, wie er noch auf „Mantra III“ oder „Ad Astra“ zelebriert wurde, sind die 12 Songs auf „Retur To Zero“ doch ein gutes Stück entfernt. Vielmehr orientiert sich die Band ... [Weiterlesen]

10 / 15 Punkten

Lutz Koroleski (Oger)

Review: Lis Er Stille - The Collibro (Post Rock / Progressive - 12/15 Punkten)

Label: VME / Twilight

Krudes Intro, aber dann: was zunächst wie die x-te Post-Metal-Band klingt, entpuppt sich wider Erwarten als originelle und bewegende Musik, die sich nicht allzu einfach in eine einzige Schublade stecken lässt.

"Send In The Scouts" zeigt die Dänen gleichwohl im vertraut schwermütigen Klangkontext von Riffgitarren, Hallfahnen und wuchtigen Drums, doch so ganz möchte Frontmann Byrialsens klarer Gesang, der diese Bezeichnung tatsächlich verdient hat, sowie sein farbenreiches Keyboardspiel - Pianosounds bis an Electronica angelehntes Flirren - nicht zum Genretypus des bärtig glatzköpfigen Griesgrams mit Knurrstimme und Studienplatz passen. LIS ER STILLEs Songs sind Kunstwerke, die durch einstweiliges Falsett ... [Weiterlesen]

12 / 15 Punkten

Andreas Schiffmann

Review: Shadyon - Mind Control (Progresive Metal / Melodic Rock - 9/15 Punkten)

Label: Inner Wounds Recodings

Bei “Mind Control” handelt es sich um das zweite Album der französischen Band SHADYON, die stilistisch nicht ganz einfach einzuordnen sind. Ein Element ihres Sounds ist stark keyboardlastiger Progressive-Metal, allerdings nicht im Sinne von sinnlosem Gefrickel, sondern eigentlich immer songdienlich in Szene gesetzt. Dazu kommen sehr eingängige Melodien, die in den Bereich Melodic Rock/AOR tendieren und quasi als direkter Gegensatz dazu dominieren auch schon mal beinah thrashige Gitarren-Riffs, wobei gerade bei diesen Passagen leichte Schwächen beim Sound auszumachen sind, da die Gitarren insgesamt etwas drucklos und kratzig klingen. Das dritte prägende Element des Bandsounds von SHADYOM ist der Gesang vom ... [Weiterlesen]

9 / 15 Punkten

Lutz Koroleski (Oger)

Review: Desert Daemon - So Called Vagabonds (Hard Rock)

Label: Eigenproduktion

Bis auf ein paar Schnipsel und zum Teil auch Andis Stimme haben DESERT DAEMON aus Flensburg gar nicht so viel mit MONSTER MAGNET gemein, wie sie in ihrer Kurzinfo angeben. Ist im Grunde ja auch wurscht, denn das Fivepiece versteht es so oder so, recht amtlich zu rocken.

Im Sound der Wüstendämonen finden sich auch viele andere Inspirationsquellen, die von Southern Rock über Country bis hin zu Alternative, von CINDERELLA über SOUNDGARDEN und HAWKWIND bis hin zu BOSTON reichen. Bei den drei Songs, die auf dieser von Markus Gumball (LOVEX, GUANO APES, ALL ENDS) überraschend fett und ... [Weiterlesen]

Chris P.