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Review: Desert Daemon - So Called Vagabonds (Hard Rock)

Label: Eigenproduktion

Bis auf ein paar Schnipsel und zum Teil auch Andis Stimme haben DESERT DAEMON aus Flensburg gar nicht so viel mit MONSTER MAGNET gemein, wie sie in ihrer Kurzinfo angeben. Ist im Grunde ja auch wurscht, denn das Fivepiece versteht es so oder so, recht amtlich zu rocken.

Im Sound der Wüstendämonen finden sich auch viele andere Inspirationsquellen, die von Southern Rock über Country bis hin zu Alternative, von CINDERELLA über SOUNDGARDEN und HAWKWIND bis hin zu BOSTON reichen. Bei den drei Songs, die auf dieser von Markus Gumball (LOVEX, GUANO APES, ALL ENDS) überraschend fett und ... [Weiterlesen]

Chris P.

Review: Disposed To Mirth - The Value Of Diamonds (Metalcore/Deathcore)

Label: Noizgate Records

Dieses Münsteraner Quartett gibt vor, durch seine „ethnischen Einflüsse, unter anderem aus Chile, Russland, Irland und Deutschland“, deutlich aus der Death-/Metalcore-Einheitsplörre herauszuragen. Nur frage ich mich, wieso DISPOSED TO MIRTH diese Elemente vor den Aufnahmen im Garten vergraben, unterm Sofa versteckt oder bei eBay versteigert haben.

Ein Großteil auf „The Value Of Diamonds“ ist leider genau die Standardkost geworden, die die vier offensichtlich ja eigentlich üüüberhaupt nicht fabrizieren wollten. Gewöhnliches, wenn auch imposantes Gefrickel, Geblaste, uninspirierte Breaks, vorhersehbare Lowspeed-Grooves, die genreüblichen Extremvocals, fertig – und das vier mal hintereinander. Ideenreichtum hört sich anders an. Tja, normalerweise sind ... [Weiterlesen]

Chris P.

Review: Serpentina Satelite - Mecanica Celese (Spacerock - 5/15 Punkten)

Label: Trip in Time

Spacerock einmal mehr: SERPENTINA SATELITE erinnern mit ihrer Himmelsmechanik wieder daran, wie nah man den Sternen in Südamerika ist. Die Musikszene dort bietet schließlich nicht wenigen Weltraumnebelwerfern ein Zuhause, und deutsche Labels widmen sich diesen wuchtigen Allkreuzern mit Vorliebe.

Nichts geht unter fünf Minuten, so auch bereits "Fobos" mit fast der doppelten Spielzeit. Die fiependen HAWKWIND-Sounds brauchen eben etwas, bis sie sich von sachten Andeutungen zu Stürmen auswachsen, die immer noch verhallt klingen, jedoch keinen Zweifel an der intensiven Herangehensweise ihrer Erzeuger lassen: die Reise endet in der Gehacktesmühle von Castillejos, ohne dass nur ein Wort gesprochen ... [Weiterlesen]

5 / 15 Punkten

Andreas Schiffmann

Review: Shadowgarden - Ashen (Gothic Rock/Metal - 8/15 Punkten)

Label: Napalm Records

SHADOWGARDEN besteht vollständig aus aktuellen oder ehemaligen Mitgliedern der Doomer von DRACONIAN. An die Musik der Stammformation erinnert allerdings nur der letzte Song „Slowmotion Apocalypse“ auf „Ashen“, bei dem der Titel gleichzeitig auch Programm ist. Ansonsten dominiert vergleichsweise leichtfüßiger Gothic Rock/Metal, der seine stärksten Momente zu Beginn des Albums hat. Vor allem bei den beiden Openern „Shadowplay“ und „Last Summer“ kann Johan Ericson mit einigen feinen Gesangslinien auftrumpfen, obwohl er bei DRACONIAN lediglich in die sechs Saiten greift. Beim dritten Song übernimmt dann Lisa Johansson – ebenfalls bei DRACONIAN in Lohn und Brot - den Gesang, was zwar für Abwechslung ... [Weiterlesen]

8 / 15 Punkten

Lutz Koroleski (Oger)

Review: Destination Anywhere - Party, Love & Tragedy (Ska-Punk-Rock - 11/15 Punkten)

Label: FNR/Radar

DESTINATION ANYWHERE wurden erst 2006 gegründet, haben sich mit einer EP und dem Debutalbum, das man sich übrigens kostenlos über die Bandwebsite runterladen kann, in der Szene in der recht kurzen Zeit aber schon einen ordentlichen Status erspielt. Und das trotz interner Schwierigkeiten, die das Line-Up Ende 2008 auf die beiden Songwriter Tim und David reduzierten. Doch ließen sich die beiden davon nicht entmutigen, sondern veröffentlichten mit Hilfe des Musikers und Produzenten David Bonk sogar eine weitere EP, bevor man die Band mit neuen Mitgliedern, die mit dem gleichen Herzblut hinter der Musik stehen, wieder vervollständigte. Mit dem neuen Album ... [Weiterlesen]

11 / 15 Punkten

Steffen

Review: Skitsoy - Come 2 Belgium (Rock - 15/15 Punkten)

Label: Skitsoy/Lowlands Distribution

Die Belgier SKITSOY sind eine von den Bands, die so unglaublich gnadenlos brutal talentiert sind, dass man sich fragt, warum zum Teufel sie keine Weltstars sind. Doch seit der Veröffentlichung von „Come 2 Belgium“ im Jahre 2005 ist nichts passiert, nicht einmal ein Label hat sich gefunden, das dieses kleine Meisterwerk außerhalb Belgiens veröffentlicht hätte.

Dabei stimmt hier wirklich alles. War Sänger Frank De Smet-Van Damme schon bei Channel Zero einer der besten Sänger der gesamten Szene, so scheint er bei SKITSOY seine Bestimmung gefunden zu haben. Seine Stimme harmoniert perfekt mit den Songs und veredelt sie ... [Weiterlesen]

15 / 15 Punkten

Hendrik Lukas

Review: The Perms - Keeps You Up When You're Down (Power-Pop - 8/15 Punkten)

Label: Hugtight Records / SoCan

THE PERMS stammen aus dem kanadischen Manitoba und spielen kraftvollen Blumenpoprock zwischen Neu (FOO FIGHTERS) und Alt (CHEAP TRICK).

Deshalb hat "Give Me All Your Lovin'" seinem Titel zum Trotz auch wenig mit dem Blues von ZZ TOP gemein, selbst wenn THE PERMS nicht weniger hittig unterwegs sind. Die Produktion ihrer vielversprechend betitelten CD ist für solche Musik nicht einmal besonders glatt und bauschig ausgefallen; gerade die Gitarren ätzen bisweilen ganz anders als auf vielen US-Saubermannplatten. "Running Away" stellt das alte Leid des juvenilen Versagers und bei Frauen Unverstandenen textlich heraus, wie die Gruppe überhaupt jedes Klischee ... [Weiterlesen]

8 / 15 Punkten

Andreas Schiffmann

Review: Nightfall - Astron Black And The Thirty Tyrants (Melodic Death Metal - 8/15 Punkten)

Label: Metal Blade Records

Diese griechische Band existiert bereits seit 20 Jahren und „Astron Black And The Thirty Tyrants“ ist ihr mittlerweile achtes vollständiges Album. Im Laufe der Zeit haben NIGHTFALL wohl schon häufiger ihre musikalische Ausrichtung geändert, aktuell sind sie bei melodischen Death Metal mit leichten Gothic-Einflüssen gelandet, der von reichlich Keyboards und dem rauen Gesang von Bandkopf Efthimis Karadimas geprägt wird. Bei den etwas schnelleren Songs klingt die Musik wie UNLEASHED mit Keyboard („Astron Black“ und „Ambassador Of Mass“), im weiteren Verlauf gesellen sich PARADISE LOST- artige Klänge dazu („Astra Planeta/We Chose The Sun“ und „The Citerion“), während im letzten Album-Drittel doomig-schleppende ... [Weiterlesen]

8 / 15 Punkten

Lutz Koroleski (Oger)

Review: 7 Weeks - All Channels Off (Stoner / Rock - 7/15 Punkten)

Label: F2M Planet

Könnte zu Beginn des Titeltracks auch eine zeitgenössische Death-Metal-Platte werden … mit dem einsetzenden Rockriff und an US-Alternative erinnernden Gesang allerdings wähnt man sich richtig: 7 WEEKS zocken schnörkelfrei und produktionstechnisch naturbelassen, ohne verbissenhaft vintage sein zu wollen. Stoner, Indie mit Haaren auf der Brust … irgendwie passt alles und doch nichts, weil die Band sich nicht durch Alleinstellungsmerkmale hervortut. Das muss nichts Schlechtes sein.

Die Einleitung gestaltet sich simpel und effektiv - ohne solistischen Firlefanz, aber keineswegs uneingängig oder arm an Melodien. Feinere Licks stellt das nachfolgende Stück bereits heraus, wenngleich eine gewisse Monotonie erhalten bleibt, ... [Weiterlesen]

7 / 15 Punkten

Andreas Schiffmann

Review: The Happy End - Echoes Of Jericho (Experindepsychedelic Rock - 12/15 Punkten)

Label: Festplatten

Der nächste Hype aus einer US-amerikanischen Industriestadt? Oder eine neue Undergroundkapelle aus London? Könnte man bei „Echoes Of Jericho“ meinen, doch THE HAPPY ENDs geographische Wurzeln liegen in der Oberpfalz.

Für Anhänger geordneter Songstrukturen und vorgegebener stilistischer Rahmen dürfte das elf Tracks umfassende Werk wohl kaum etwas sein, denn der psychedelische Cocktail ist ein wahrhaftiger Trip ins Ungewisse. In der Presse werden THE HAPPY END gerne mit THE VERVE, FLAMING LIPS, STONE ROSES, LA DÜSSELDORF und SONIC YOUTH in Verbindung gebracht, doch das sind alles nur Fragmente dessen, was während dieser 57 Minuten geschieht.

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12 / 15 Punkten

Chris P.