Hans Ulrich Müller

Endlich wieder live …

Am 7. August ist es soweit: gemeinsam mit Frank Faßbutter spiele ich in Zerbst beim Heimatfest. Wir proben wirklich regelmäßig und ein gute Dutzend seiner Songs werden dann im Duo zu hören sein. Bei Stoppok-Nummern spiele ich zweite Gitarre, in offenen Stimmungen, ansonsten sowohl akustische wie E-Gitarre und bei einigen Nummern (z.B.: “Wonderwall” oder ” The L&N don’t stop here anymore”) zupfe ich auch schon mal den Bass.

Schwerpunkte des Sets sind Nummern von Stoppok (den finde ich sehr geil), Fury in the Slaughterhouse (hab ich ja auch erst vor kurzem für mich entdeckt) und Calvin Russell.

Weitere Details in Kürze. Ich freu mich auf Euch.

Frank Faßbutter Projekt

Seit wenigen Wochen probe ich mit Frank “Fassi” Faßbutter. (siehe link)

Frank singt und spielt akustische Gitarre. Und ich versuche, mit Akustik-, E- und Bass-Gitarre die Songs ein wenig zu bereichern. Macht auf den wöchentlichen Proben (Ja- wir sind fleißig) sehr viel Spaß und wird ab Frühjahr auch irgendwo (hier in Zerbst) live zu erleben sein. Wir sind schon gespannt, wie es Euch gefallen wird.

Blues Caravan 2009

Am 13.02.2009 gastierte der Blues Caravan im Quasimodo in Berlin. Dieses Jahr spielten dort Joanne Shaw Taylor, Oli Brown und Erja Lyytinen, unterstützt von einem Rhythmusgitarristen (sorry, den Namen hab ich vergessen), Mike Griot am Bass und ? Palatin an den Drums.

Nach einem gemeinsamen Eröffnungsstück ging es los mit Joanne Shaw Taylor. Diese spielt normalerweise ja eine Telecaster mit Humbucker am Hals. Heute jedoch hatte sie ihr Geburtstagsgeschenk im Einsatz, eine Höfner Colorama mit P90 Pickups, welche sie über einen Fender Deluxe spielte. Dazwischen war nur ein Tuner und der grüne Ibanez Zerrer. Was auf ihrer CD knallhart auf den Punkt gespielt ist, kommt live sehr rüde, rotzig und rüpelhaft rüber. High Energy Blues im Trio, fast mit einer punkigen Attitüde.

http://www.youtube.com/watch?v=eDIYn6pIxQI&feature=related

Der zweite Act, ebenfalls im Trio, war Oli Brown. Der spielt eine Stonetree Halbresonanzgitarre, wobei er grundsätzlich nur den Halspickup benutzt. Oli Brown spielt mit Daumenpick und Fingern und das verdammt souverän. Für seine 18 Jahre ist er der viruoseste der drei Protagonisten, wahrscheinlich ist der schon mit ner Gitarre auf die Welt gekommen. Auch Oli Brown hatte lediglich einen Tuner und den Grünen vor einem Fender Combo, vermutlich ein Blues Deluxe.

http://www.youtube.com/watch?v=3cZ72CfZSZA 

Erja Lyytinnen ist von den dreien ja schon am längsten am Start. Sie hatte zwei G&L Asat (eine Special für normales Spiel und eine Z3 fürs Slide, in diversen Open Tunings). Erja hatte als einzige ein Stressbrett vor den Füßen, mit mehreren Mad Professor Pedalen und einem Wahwah. Das ganze in einen mir unbekannten (älteren?) Peavey Combo. Was Frau Lyytinen mit dem Slide anstellt, ist großes Kino (zumindest für mich, der vom Slide spielen keine  Ahnung hat). Bei ihr war auch der mir leider unbekannte Rhythmusgitarrist dabei, der aber kaum weiter aufgefallen ist (G&L „Strat“ über Fender „The Twin“). Auch Erja spielte mit DaumenPick und einem Pick am Mittelfinger. Sehr locker und mit deutlichem Spaß im Gesicht *g* kam dieser Set daher.

http://www.youtube.com/watch?v=4a77qdmiR4U&feature=related 

Anschließend gab es dann noch einen Set mit allen drei Protagonisten sowie mehrere Zugaben. Insgesamt gut 3 Stunden Blues Unterhaltung vom feinsten.

http://www.youtube.com/watch?v=yxiv2zmXhW8&feature=related 

Der Drummer spielte ein sehr solides Fundament und war mit großem Spaß bei der Sache.

Der heimliche Star (für mich) war jedoch der musiklaische Leiter des ganzen, Mike Griot am Bass. Der hatte einen Pedulla 5-string über einen GallienKrüger Amp an 4×10 Box. Ob er mit dem Daumen relaxed gezupft, mit den Fingern oder auch mal geslappt hat, stets war das ein souveränes Fundament. Und er hätte auch sparsamer spielen können. Aber immer wieder mal, ohne sich je in den Vordergrund zu spielen, kamen da kleine Schmankerl aus den Fingern, bei denen man merken konnte, wie souverän und cool der Typ ist. Mike Griot. Merken !

Tja, die 2009er Tour ist nun vorbei. Wer nicht da war, hat definitiv was verpasst.

CD Bestenliste 2008

Ja, ich auch …..Bestenlisten liebe ich ja sehr.

Die folgenden CDs sind zum Teil nicht 2008 erschienen, sogar erstaunlich viele.
Einige habe ich nicht mal 2008 gekauft. Aber das sind die CDs, die ich in diesem Jahr entdeckt habe bzw. für mich als wichtigt erachte.

Erstaunlich wenig Frickelkram, d.h. kaum Progressive und kaum Jazz Rock. Aber guckt selbst.

In alphabetischer Reihenfolge:

Abigail’s Ghost Selling Insincerity (2007)

Dieser Band wird vorgeworfen, ein Porcupine Tree Clone zu sein. Na und? Ich mag Porcupine Tree und AG schreiben geile Songs und spielen geil. Das ist sozusagen die beste Porcupine Tree CD, die Porcupine Tree nicht aufgenommen hat  *g*

Abigail’s Ghost

Jeff Beck - Performing this week (2008)

Nicht viel neues unter der Sonne, aber der Altmeister kanns noch immer, die Titelauswahl ist klasse und die Band sehr tight. Außerdem spielt Tal Wilkenfeld Bass und das verdammt juut

Jeff Beck & Tal Wilkenfeld - Cause we’ve ended as lovers

Joe Bonamassa - A new day yesterday (2001)

Tja, manchmal ist die erste CD eines Künstlers auch schon die Beste. Habe ich erst dieses Jahr entdeckt. Sind nur geile Titel drauf und mit ‘Miss you hate you’ eh mein Lieblingsstück

Joe Bonamassa - Miss you

Klaus Doldinger - To Morocco (2006)

Klar habe ich die neue LiveCD von 2008. Aber die hier ist besser. Schöner JazzRockFusion mit WorldMusic Einflüssen. Und meine Affinität zum arabischen Raum kann ich eh nicht verleugnen.

Klaus Doldinger

Fury in the Slaughterhouse - Acoustic Grand Cru (2005)

Auch hier habe ich mir die neue LiveCD (Goodbye & Farewell Tour 2008) gekauft. Aber dieses Unplugged-Album ist unerreicht. Ganz großes Kino

Fury in the Slaughterhouse

It Bites - The Tall Ships ()

Endlich mal was von 2008. Endlich mal was (ansatzweise) proggiges. Tja. It Bites sind zurück. Ohne Francis Dunnery, aber 100% It Bites. Im diesem Album steckt alles, was It Bites so geil macht. Knüpft nahtlos an die Alben der Originalbesetzung von vor 20 Jahren an. Eine der CDs des Jahres !

It Bites bei Youtube

Richie Kotzen - Live in Sao Paulo (2008)

Hey, mein Lieblingsgitarrist darf doch nicht fehlen. Besonders nicht mit diesem Live Album. Erstaunlich viele langsame Nummern drauf. GEIL GEIL GEIL.

Richie Kotzen bei Youtube

Aynsley Lister - Aynsley Lister (1999)

Habe ich auch erst diese Jahr entdeckt. Junger geiler Bluesgitarrist. Die folgende Nummer kommt einem zwar sehr bekannt vor, aber das ist das , worauf ich stehe. So ne Mucke würde ich gerne spielen….haha

Aynsley Lister - Angel of mine

Monte Montgomery - Live at the Caravan of Dreams (2002)

Habe ich auch erst dieses Jahr entdeckt. Und neben dem allgemeinen Hype um die Art und Weise, wie Monte Akustikgitarre (!) spielt, wird oft übersehen, dass es einfach tolle Songs sind, der typ ne gute Stimme hat, die Band groovt wie Sau und das ganze Live sehr starken Jam-Band-Charakter hat. Läuft bei mir sehr häufig

Monte Montgomery - Six string wooden friend

Project Z - Project Z (2000)

Hey, ein bisschen Frickel-Fusion darf doch auch nicht fehlen. Jimmy Herring (habe ich zuerst im Dunstkreis von Gov’t Mule entdeckt) ist ja nun auch einer der geschmeidigen Flinkefinger.

Project Z feat. Jimmy Herring

Steve Stevens - Memory Cash (2008)

Jau, endlich mal was neues von ihm. Sehr geile SoloScheibe.

Steve Stevens zum Reinhören bei Amazon

Stolen Babies - There be squabbles ahead (2006)

So ganz ohne irgendwas abgedrehtes gehts bei mir doch auch nicht, oder….
Und das hier ist sehr strange, brauchte einige Hördurchläufe, bis ich es absolut toll fand.

Stolen Babies bei MySpace

Hoffe, mit den Tipps kann irgendwer was anfangen, viel Spaß beim Entdecken

Uli

Bacabi Live in Zerbst

Hallo Leute,

es ist mal wieder soweit. Bacabi spielt live in Zerbst.

Am 29. November ab 20 Uhr im Saal des Servesta Bowling Treff (Feuerberg).

Eintritt ist frei.  Weitere Infos in Kürze ….

The Tangent - Not as good as the book (2008)

Hallo Progfreunde,

nach längerer Denkpause mal wieder was neues vom Frickelbeauftragten *g*

Nur kann ich es hier kurz machen. Ich fand The Tangent klasse. Die drei bisherigen Studio- sowie das Live-Album sind immer wieder gern gehörte Musik. Die Verbindung von Retro-Prog mit Canterbury, die tollen Songs und das tlw. jazzige Feeling waren eine bereichernde Abwechlsung im Genre.

Dieses Album hier wird allerdings dem Titel voll gerecht. Wobei: das Buch hab ich nicht gelesen, daher kann ich nur die Musik beurteilen. Canterbury? Fehlanzeige. Irgendwas, was hängenbleibt? Fehlanzeige. Zudem wird insbesondere bei diesem Werk deutlich, dass Andy Tillison maximal ein mittelmäßiger Sänger ist. Dem zudem auch noch die Ideen fürs melodische irgendwie ausgegangen sind.

Diese CD ist imho überflüssig.

Weitere, durchaus abweichende Rezensionen findet ihr hier:

http://www.babyblaue-seiten.de/index.php?content=review&albumId=8870

Burkhard Zeller - 1977 - 2008 R.I.P.

Mir fehlen die Worte. Danke, dass ich Dich kennenlernen durfte. Danke, dass wir zusammen musiziert haben. In tiefer Trauer.

CD’s 2007 - Die Bestenliste

Hallo Leute,

nach längerer Pause (private Umstände und so…) gibt es heute meine Jahreliste für 2007. Dabei sind vorwiegend CD’s, die 2007 herausgekommen sind. Allerdings gibt es auch immer wieder “Neu”entdeckungen, die schon etwas länger auf dem Markt sind. Diese sind dann mit dem Erscheinungsdatum gekennzeichnet. In alphabetischer Reihenfolge:

Henrik Freischlader - Get closer (mein neuer Blues Held. Sagenhaft geiler Gitarrenton)

Glass Hammer - Culture of Ascent (ja, mal nicht Dream Theater, Pain od Salvation oder Vanden Plas, diesmal eher Neo-Prog..ich steh wohl grad auf Melodeien..hihi)

Jeff Healey - Get me some, 2000 (meine persönlichste Platte in diesem Jahr, entspricht meiner aktuellen Lebensstimmung, vor allem der song: I tried)

In This Moment - Beautiful Tragedy (die CD des Jahres. Heftig, derb, wütend, dennoch immer wieder geile Melodien. Und diese Frontfrau und ihr geiles Tattoo…..)

Richie Kotzen - What is, 1998 (erst jetzt entdeckt, meine Lieblings-CD von meinem neuen Lieblingsgitarristen)

Lazuli - En avant doute (naja, ein bisschen Avantgarde muss doch auch diesmal dabei sein. Absolut einzigartige Musik der Franzosen)

Magma - Mythes et Legendes Vol.3 (eigentlich ne DVD, aber die Songauswahl und die Performance ist nicht mehr zu toppen)

Dave Matthews - Before these crowded streets, 1998 (erst dieses Jahr entdeckt, “Crush” war der erste Song, daher vermutlich diese CD, hab aber noch nen ganzen Stapel gekauft…in einer Reihe mit John Martyn und Bruce Cockburn)

Ritual - The hemulic voluntary band (neuer Geniestreich der Schweden)

Corrado Rustici - Deconstruction of a modern guitarist, 2006 (wenn was neues von Corrado kommt…kommts auch in die Liste *g*)

The Tangent - Going off on one (nochmal die eher melodiöse Seite des Prog….die härtere Fraktion hatte dieses Jahr keine Chance)

Umphrey’s McGee - Anchor drops, 2004 (auch erst diese Jahr entdeckt…was ist das überhaupt? Jam Rock, Jazz Rock, Southern? Keine AHnung, aber sehr witzig und überraschend)

Susan Weinert - Tomorrow’s dream (Meine Kumpel mögen weder die website noch Texte auf selbiger….ich tauche einfach ein in die Musik und genieße…außerdem hab ich’s live gesehen…siehe anderer Post)

13 waren es? Naja, egal. Das sind die Tipps vom letzten Jahr.

Ritual - Ritual (1995)

Obwohl dies die erste CD dieser schwedischen Band ist, bin ich da erst im Jahr 2004 drauf gestoßen, allerdings wurde die CD auch wiederveröffentlicht. Der Tipp stammt natürlich aus einer der vielen Prog-Fanzines, die ich so lese, ja, genau, aus dem Empire Magazin. Dort befand sich auf dem CD-Sampler nämlich das Stück Ordinary Man, was mich sofort mächtig angefixt hat. Also, die CD gekauft. (das ist glaub ich auch der Sinn derartiger Sampler…*lol*).

Was die vier Schweden (git, bass, keyb, drums incl. mehrstimmigem Gesang und zahlreichen folkloristischen Instrumenten) da abliefern ist nicht ganz einfach zu kategorisieren, weil es ziemlich eigenständig ist. Hier mal ein Anklang an Yes, dort mal Gentle Giant (sogar häufiger), hier ein bisschen Hard Rock (in anderen Besprechnungen wurde de Name Deep Purple in den Raum geworfen…) und immer wieder Folk-Elemente. UND: supergeiler Gesang, tolle Melodeien, die sich ins Ohr schmeicheln und dort auch hängen bleiben. Das alles sehr intelligent arrangiert, sehr abwechslungsreich und auch der progressive Anteil kommt nicht zu kurz, obwohl der “gewöhnliche” Proggie sicherlich seine longtracks vermisst. Denn kein track reicht an die zehn Minuten. Das macht aber gar nix. Die gesamte CD ist 61 Minuten Hörgenuss pur ohne ein Stück Füllmaterial.

Auch wenn ich inzwischen vier CD’s von Ritual habe (darunter auch ein Live-Album), diese ist immer noch mein Favorit.

Volle Punktzahl.