Bombay Vindaloo

Neck Facture, Metro, Oldenburg

March 24, 2008 10:00 pmtoMarch 25, 2008 5:00 am

Symphony X - The Divine Wings Of Tragedy

Auf The Divine Wings Of Tragedy zelebrierten Symphony X erstmals ihren eigenständigen Bombastsound. Aus mehrfachen Gründen als Klassiker oder Karrierehöhepunkt bezeichnet, erreichte die Band ein bislang unerreichtes Niveau ohne jedoch ihre Wurzeln zu verwischen

Dies wird bereits am ersten Track Of Sins And Shadows ersichtlich, der mit stampfenden Riffs und verträumter Keyboarduntermaltung eine Vorgeschmack auf das was folgen mag gibt. Das Gitarrist Michael Romeo sowieso begnadet ist, bleibt außer Frage, zumal er es versteht trotz neoklassischer Shred-Einflüsse noch spannende, ja sogar mitreißende Soli zu spielen und einen äußerst dichten Sound auffährt. Selbiges trifft auch auf den Bassisten der Band zu, der auf Sea of Lies, das beste Bass Intro aller Zeiten vorbringt.
Die erste Hälfte des Albums ist bekanntlich ein wenig geradlinig gehalten, wird aber erst nach dem tausendsten Durchlauf langweilig und durch den Epic The Accolade unterbrochen, welcher mit leicht kitschiger Ritter-rettet-holde-Maid Atmosphäre ausgestattet ist. The Pharaoh, Eyes Of Medusa und The Witching Hour kehren zum Motiv der Anfänge zurück und verweisen mit pfundigen (ah jo!) Thrash Riffs, synchronisierten Keyboard Gitarren Linien und aberwitzigen Soli Duellen eine ganze Menge Shred Metal Bands und Prog Metal Kandidaten auf die hinteren Plätze. Tja und dann folgt der Überhammer mit The Divine Wings Of Tragedy. 20 Minuten A Change Of Seasons für ganz Harte bzw. auf andere, beeindruckende Weise. Angefangen mit klimperenden Pianos, aufgehört mit celestischen Gesangeskünsten und Melodeien und zwischendurch wieder das Romeo Gebolze. Romeo O mein Romeo!
Den kitschigen, aber gelungenen Abschluss macht Candlelight Fantasia, eine Ballade über die man sich streiten könnte, oder die man dann doch lieber nebenbei hört. Pflichtkauf für Prog Metaller!

9/10

Nine Inch Nails - Ghosts I For Free

siehe: News auf Golem.de. Download via NiN.

P.S.: Der Server scheint ein wenig überlastet.

Dream Theater Greatest Hits im April

Nach den bescheidenen Reaktionen auf Systematic Chaos, wollen die Prog-Metal-Koryphäen dieses mal alles richtig machen und werden am 1. April ein Greatest Hits Doppelalbum in die Läden stellen.

Disc 1: (The Dark Side)

1. “Pull Me Under” (2007 Remix)
2. “Take The Time” (2007 Remix)
3. “Lie” (Single Edit)
4. “Peruvian Skies”
5. “Home” (Single Edit)
6. “Misunderstood” (Single Edit)
7. “The Test That Stumped Them All”
8. “As I Am”
9. “Endless Sacrifice”
10. “The Root Of All Evil”
11. “Sacrificed Sons”

Disc 2: (The Light Side)

1. “Another Day” (2007 Remix)
2. “To Live Forever”
3. “Lifting Shadows Off A Dream”
4. “The Silent Man”
5. “Hollow Years”
6. “Through Her Eyes” (Alternate Album Mix)
7. “The Spirit Carries On”
8. “Solitary Shell” (Single Edit)
9. “I Walk Beside You”
10. “The Answer Lies Within”
11. “Disappear”

Quelle: Dream Theater Official

Opeth mit neuer Platte am Start

‘Watershed’ wird die Scheibe heißen und mit sieben Song bestückt sein.

“Watershed” is the name of Opeth´s 9th studio observation. The album has just been mixed and mastered by Jens Bogren with M. Åkerfeldt. The album consist of 7 songs and the titles are as follows:

1. Coil
2. Heir Apparent
3. The Lotus Eater
4. Burden
5. Porcelain Heart
6. Hessian Peel
7. Hex Omega

Release date is yet to be confirmed but Roadrunner worldwide will have it out sometime in the Springtime of this year.

Außerdem geht die Band im Mai mit Dream Theater in den USA auf Tour. Vielleicht spielt DT nach dem sehr durchschnittlichen Systematic Chaos als Vorband für die Scorpions aus Schweden.

Quelle: opeth.com

Wolves In The Throne Room - Two Hunters

Wolves In The Throne Room, jung, dynamisch und ganz ohne Corpsepaint spielt das Trio auf Two Hunters zeitlosen, epischen Black Metal der besonderen Art, die auch Neulinge auf den Geschmack bringen dürfte.

Dea Artio erschallt mit Waldgeräuschen, Vogelgezwitscher und sich steigernden Akkorden und Melodien, die den Ruhepol zum anstehenden Sturm darstellen sollen. Genau dieser bricht in dem anschließenden Vastness And Sorrow los.Nach guter alter Manier wird geschrien, gekreischt und eine Tremoloriff nach dem anderen in den Wäldern dieser Erde abgefeuert. Dies mag wüst klingen, ist es aber kaum. Eher gelingt der Band eine dichte, getragene Stimmung aufzubauen, die in den folgenden Songs aufrechterhalten wird.

Auf Cleansing dämpft eine gar liebliche Frauenstimme die vorangegangene Soundwand, um jedoch im Mittelpart aufgelöst zu werden.
Finaler, melodiöser Hohepunkt bildet I Will Lay Down My Bones Among The Rocks And Roots. Ein reiner Longtrack, der so ziemlich alles, was dieses Jahr bisher Songtechnisch auf die Beine gestellt wurde in den Schatten stellt. Schnelle Melodien, Gesang und stampfende Trommeln wechseln sich ab und erschaffen einzigartiges Klangbild, welches - viel zu kurz - langsam vergeht und in dem Rauschen der Wälder untergeht.
Two Hunters steht für innovativen Black Metal und eine junge Band, die neue Pfade beschreitet

9/10

Homepage: Wolves In The Throne Room

Gamma Ray - Land Of The Free

Wenige Bands haben den teutonischen Power Metal so beeinflusst, die wie Hamburger Institutionen: Halloween, Gamma Ray und Running Wild. Bekanntlich ist bei vielen dieser Bands heute der Wurm drin bzw. die ewige Selbstkopie oder auch der Sinn danach einen zweiten Teil seiner Erfolgswerke aufzunehmen.

Nun hatten Gamma Ray wohl mal eine recht erfolgreiche Phase mit Rebellion In Dreamland, die spontan hier im Player landete. Was soll man sagen? Was anno dazumal vielleicht extrem geschmeidig ins Gehört ging, klingt heute eingestaubt, kitischig und irgendwie langweilig. Da hilft auch Power Metal Fan sein nichts. Vor allem Hansens’ Gesang ist kaum erträglich und der Rest ebenfalls sehr trocken. Zumindest Live waren Gamma Ray eine Wucht, obwohl die Musiker trotz geringer Körpergröße fast unsichtbar über die Bühne huschten (Kult!).

5/10

Ásmegin - Hin Vordende Sod & Sø

Kult! Kult! Kult! Asmegin schafften es mit ihrem Debüt nicht eine anspruchsvollere Folk Metal Platte zusammenzuballern, die alles andere in Vergessenheit geraten lässt, sondern auch einen aggressiven Genre Cocktail. Dieser besticht durch den nahezu brillianten Dialog zwischen Sängerin, Sänger, Growler und Black Metal Geschreie. Ebenfalls positiv zu vermerken sind die Produktion, Gitarrenriffs, Songwriting, Album Cover, Booklet, einfach alles.

Tendenziell muss der gerneigte Ersthörer eine etwas längere Gewöhnungsphase in Kauf nehmen, da Hin Vordende Sod & Sø sö einiges rauszuhören hat. Als Einstimmung könnte dieses Video dienen.
Somit garantieren die Norweger (Lumsk?) für qualitativ hochwertigen Folk Metal der anspruchsvollen Sorte. Ohne Elfentanz und Zwergenhymnen. Dafür mit mächtig viel heiße Hexe (wer das Gesumme am Anfang von Til Rondefolkets Herskab kennt, weiß wovon ich spreche) und jeder Menge giftiger Pilzsuppe!

9/10