Bombay Vindaloo

Genesis - The Lamb Lies Down On Broadway

The Lamb Lies Down On Broadway ist ein Meilenstein in Sachen Prog, soviel ist klar und als Einstiegswerk in die Geschichte von Genesis vielleicht sogar jedem zu empfehlen. Zugegebenermaßen kannte ich vorher nur den Pop Rotz von Phil Collins und einige Versatzstücke der Calling All Stations Phase und die waren nicht wirklich überzeugend bzw. extrem poppig belanglos eben.

Peter Gabriels Gesang gefällt mir dagegen um Längen besser und auch musikalisch wird auf The Lamb einiges mehr geboten. Da werden wohl einige Durchgänge mehr von Nöten sein, um die volle Genialität dieses Klassikers auszukosten. Die erste Hälfte des Albums fand ich bislang am Besten. Vor allem The Lamb Lies Down On Broadway, In The Cage, The Grand Parade Of Lifeless Packaging (Yeah!), Back In N.Y.C und The Chamber Of 32 Doors. Die zweite Seite braucht vermutlich noch einige Zeit um zu zünden.
Insgesamt gesehen, war ich relativ erstaunt inwieweit sich Genesis im Laufe der Zeit von ihren Prog Großtaten entfernt zu haben schienen, weshalb ich demnächst bzw. wenn sich die Gelegenheit bietet, das eine oder andere “alte” Album anschaffen werde. Fast 100 Minuten Prog Rock mit wirrem Konzept und jeder Menge zu entdecken. Dafür 8 von 10.

8/10

Iron Maiden - No Prayer For The Dying

Das Album No Prayer For The Dying stellte für die britische Kultband Iron Maiden einen mehr oder weniger heftigen Stilwechsel dar. Der Gitarrist Adrian Smith verließ die Band und wurde durch den ungestümm rockenden Janick Gers ersetzt. Nach den progressiveren und experimentelleren Epen Seventh Son Of A Seventh Son und Somewhere In Time besann sich die Band auf ihre Wurzeln, schrieb kürzere Songs und präsentierte einen wesentlich rockigeren Sound.

Für viele Fans schien dieses Album das erwartete Highlight gewesen zu sein. Jedoch finden sich auch hier nach mehrmaligen Hördurchgängen einige versteckte Perlen. Zunächst seien die soliden Rocker Tailgunner, Holy Smoke und Bring Your Daughter To The Slaughter erwähnt, die es damals in die Radios schafften und ebenso live abgefeiert wurden. Dazwischen liegen einige melodische Stücke, wie der Titeltrack, die zwar nicht den Hitfaktor der Singles vorweisen, aber in sich stimmig sind und deutlich auf die progressivere Seite der Band hinweisen.
Dennoch fällt die Stimmung bis hin zu Bring Your Daughter… rapide ab und es macht sich Langeweile breit. Zu ähnlich klingen Fates Warning, The Assassin und Run Silent Run Deep, um den Hörer vom Hocker zu hauen. Wer die Sonderausgabe des Albums mit Single Collection Nr. 5 besitzt wird mit vier gelungenen Cover Versionen (u. a. zwei von Led Zep) und zwei Live Mitschnitten vertröstet. Letzlich bleibt No Prayer For The Dying aufgrund des uninspirierten “Mittelteils” eher ein durchschnittliches Maiden Album, das kaum beim ersten Durchlauf zündet und wohl kaum eine längere Begeisterung beim Hörer hervorrufen wird. Wer die rockige Seite der Kultband mag, sollte dennoch reinhören. Der Fan greift selbstverständlich trotzdem zu.

6/10

Eluveitie - Spirit

Ein weiterer Knaller, der in keiner Folk Metal Sammlung fehlen darf: Eluveities Erstling Spirit. Würde die Schweizer Band an einer Theke arbeiten, würde vermutlich die Phrase “Darf’s ein bisschen mehr sein” Programm sein, den die neun Musiker paaren keltischen und helvetischen Folk mit rasendem Schweden Black Metal mit viel Rücksicht auf Melodien aus Flöten, Schalmei, Sackpfeifen und Drehleiern.

Einmalig stimmt der Opener Spirit, den Hörer auf eine Reise in die Welt der Helvetier ein, die im folgenden Stück Uis Elveti herbeigerufen werden. Auf 50 Minuten verzaubern Eluveitie mit Melodien, Abwechslung und druckvollem Metal, wechseln gekonnt zwischen schnellen Passagen (Of Fire, Wind & Wisdom, The Song of Life), balladesken Einschüben (Aidu), epischeren Ansätzen (The Endless Knot) und den omnipräsententen Melodiengeschwängerten Black Metal Tracks (Tegernako, Your Gaulish War, Siraxta).
Wie so viele andere Alben gebürt auch Eluveities Spirit eine höhe Wertung, da die Band es geschafft hat sich vom Folk Metal Einheitsbrei, zu dem mittlerweile auch Subway To Sally und In Extremo gehören,abzusetzen und ihre eigenen Vorstellungen kompromislos und ambitioniert zu verwirklichen. Es bleibt abzuwarten, wie der Nachfolger diesem Debüt Stand halten wird.

9/10

Camel - Mirage

Camel sind eine überragende Band. Ohne wenn und aber. Ein Blindkauf bescherte mir dieses Meisterwerk des klassischen 70er Progs, das mich einige Durchläufe später brutalst beeindruckte. Atmosphäre, Stimmung und Instrumentierung wechseln so ziemlich bei jedem Stück auf Mirage. Die Rockhymne Freefall macht den Anfang, wird vom genialen Instrumental Supertwister mit Orgeln und Flötenmelodien abgelöst und kulminiert in dem düsteren HdR Epos Nimrodel/The Procession/The White Rider, dem “doomigen” Earthrise und dem Klassiker Lady Fantasy.
Faszinierend sind auch der schüchterne Gesang Andy Latimers, die dezenten Gitarreneinsätze und das wabbernd, groovende Rhythmusfundament. Auf dem Rerelease des Album befinden sich außerdem vier interessante Live-Aufnahmen. Mehr davon.

8/10

Amon Amarth - With Oden On Our Side

Kein Amon Amarth Bashing, sondern eine differenzierte Rezension des letzten Wikinger-Machtwerks.
Die Wikingerband gilt generell in Mainstreamkreisen als Referenzband was das ominöse, recht weitläufige Genre Viking Metal angeht. Könnte man so stehen lassen, wenn es nur Amon Amarth gäbe, aber leider reißen da einige folkigere Bands einiges mehr (Abwechslung).

Zunächst zur Verpackung: die sieht toll aus, ist schlicht in Schwarz gehalten und hat dieses Tausendfüsslerpferd (bitte nachschlagen) als Hintergrund. Ich denk dabei immer an Ägypten, aber was solls.
Nun zur Mucke, von der es immer noch nichts besonders Gutes zu berichten gibt. Zum einen fand ich bis jetzt Once Sent From The Golden Hall wesentlich besser und herausragend. Auf der Oden wird der Hörer einfach nur mit neuer Death Metal Leichtkost versorgt. Die beiden Single/Video Outputs Runes To My Memory und Cry Of The Black Birds ragen heraus, da sie dieses mainstream feeling haben und teils wirklich großartige Melodien, die von Manowar oder einer meiner Hamburg Power Metal Bands hätten stammen können. Die anderen Songs stampfen vor sich hin, sind mit weiteren Melodien und passenden Texten ausgestattet, jedoch sich auch sehr ähnlich unabhängig vom Tempo. Also bleibt die Sache mit Amon Amarth weiterhin zwiegespalten: Ich würde die CD im Auto hören, oder auf einer Party spielen bzw. einlegen nachdem vorher eine Stunde Necrophagist, Shred Metal oder nen komplexes Prog Album gelaufen sind. Vorher nicht und wenn dann nur, wenn nix anderes mehr da ist bzw. man sich an anderen Sachen totgehört hat.

6/10

Die Elite hört Heavy Metal

Die drei Brüder im Geiste haben heute zeitlich versetzt auf diesen Artikel verwiesen, in es darum geht, dass Laut einer Studie die Schülerelite (Englands?) öfters zum Slipknot Album greift als zum Popstars Geseier.

Last weekend on the Death Star

Looks like I am really into photo blogging now. Last weekend I went home to visit my parents and came across the new Burger King in Bremerhaven city centre. Well, just take a look at the Star Wars-esk windows. Almost like the Darth Vaders refugium or something:

Battlestar Galactica Season 4 angekündigt

SCI FI Channel announced that it has renewed its Peabody-winning original series Battlestar Galactica, ordering 13 new episodes. Production will resume this summer in Vancouver, Canada, with an eye toward a January 2008 premiere.
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Super, also dann Ende 2008 / Anfang 2009 im deutschen Fernsehen.

Hilly Billy tanzen

…war heute angesagt. Unter Pistolensalven krampfhaft die Füsse hochgezogen und den Drachen fast bezwungen, bevor der Drache uns bezwingen konnte. Dabei fast auf einen Pilz getreten, der in der Schlacht Widerstand leisten sollte (mmmh Plizragou). Was einen nicht umbringt, macht einen hÃ?rter. (für Insider, alle anderen können denken ich bin bekloppt).

Porcupine Tree - Warszawa

Auf Porcupine Tree bin ich beim Lesen zahlreicher PanProgTikum Blogs und Seiten gestoßen und habe in das eine oder andere Album reingehört. ‘Warszawa’ ist sozusagen mein erstes Album dieser Band und es hat mich fast von Anfang bis Ende begeistert. Der Live Sound ist anständig, aber nicht herausragend und die Band spielt ein tightes Set [...]