Ein weiterer Knaller, der in keiner Folk Metal Sammlung fehlen darf: Eluveities Erstling Spirit. Würde die Schweizer Band an einer Theke arbeiten, würde vermutlich die Phrase “Darf’s ein bisschen mehr sein” Programm sein, den die neun Musiker paaren keltischen und helvetischen Folk mit rasendem Schweden Black Metal mit viel Rücksicht auf Melodien aus Flöten, Schalmei, Sackpfeifen und Drehleiern.
Einmalig stimmt der Opener Spirit, den Hörer auf eine Reise in die Welt der Helvetier ein, die im folgenden Stück Uis Elveti herbeigerufen werden. Auf 50 Minuten verzaubern Eluveitie mit Melodien, Abwechslung und druckvollem Metal, wechseln gekonnt zwischen schnellen Passagen (Of Fire, Wind & Wisdom, The Song of Life), balladesken Einschüben (Aidu), epischeren Ansätzen (The Endless Knot) und den omnipräsententen Melodiengeschwängerten Black Metal Tracks (Tegernako, Your Gaulish War, Siraxta).
Wie so viele andere Alben gebürt auch Eluveities Spirit eine höhe Wertung, da die Band es geschafft hat sich vom Folk Metal Einheitsbrei, zu dem mittlerweile auch Subway To Sally und In Extremo gehören,abzusetzen und ihre eigenen Vorstellungen kompromislos und ambitioniert zu verwirklichen. Es bleibt abzuwarten, wie der Nachfolger diesem Debüt Stand halten wird.
9/10

