The Dillinger Escape Plan, Stolen Babies, 10.03.08 Backstage München
Seit ewig war ich nicht mehr auf nem Konzert. Ich kann mich gar nicht dran erinnern, welche Band ich zuletzt live gesehen hatte. Ist auch wurscht.
Jedenfalls bot sich die Gelegenheit nun, die tollen Stolen Babies im Vorprogramm von The Dillinger Escape Plan zu begutachten. Eine ziemlich gute Band bot sich da, leider sehr statisch, leider nur 30 Minuten als erste von drei Bands, leider viel zu laut und beschissen abgemischt. Trifft es ziemlich genau. Die Frau am Mikro zeigte sich super souverän und bekam vom Growl bis zum Sopran so ziemlich alles sehr genau und auf den Punkt hin, wie das auch auf Platte klingt. Leider war das Schlagzeug fürchterlich gemixt, die Snare knallte mitten in den Kopf, der Bass wummerte fett , leider war dabei aber von Keyboard und Gitarre oder eingesetztem Akkordeon nicht mehr viel übrig. Fazit: Ganz nett, aber leider vollkommen widirge Rahmenbedingungen.
Als nächstes kamen dann Poison The Well, die immerhin eine Dreiviertelstunde spielten. Leider. Ich frage mich immer, wieso ich Texte schreibe, eine Message soll ja wohl darin rübergebracht werden, um sie dann so rauszubrüllen. Das Hardcore Geschrammel und das Geschreie vom Sänger nervte schon enorm. Der Sound war geringfügig besser (oder lags an der wenig differenzierten Musik?) als bei den Stolen Babies. Ansonsten fürchterlich.
Doch was dann kam trieb mich nach 15 Minuten aus der Halle. LAUT - HELL - und dazu Spinner auf der Bühne. Neee, ich bin 20 Jahre zu alt. Mag ja sein, dass das technisch wirklich anspruchsvoll ist, grausam ist es dennoch. THE DILLINGER ESCAPE PLAN lärmten die Halle zu. Durch den Einsatz von ununterbrochenen Stroboskopblitzen konnte man weder zur Bühne schauen noch irgendwas erkennen, wenn man das tat. Spastische Musiker turnten Flummi-mäßig über die Bühne - ob sie dabei spielten, war im Blitzgewitter nicht erkennbar. Der Sound war grottig laut, der Sänger kreischte noch schlimmer als der davor und nach drei Stücken hätte ich mir was anderes gewünscht. Immer nur Breaks, Krach unc Growl nerven gewaltig. Irgendwann hing der Sängerknilch an der Lichttraverse, kletterte da rum und sprang zurück auf die Bühne. Das Fanpublikum fands toll, dass er sowas kann! Und musste unweigerlich Stagediven. Ich bin dann gegangen, weil der 2-Meter Typ mit Rastakopf mir dann doch zu nahe kam, blöd für ihn, dass ihn irgendwann keiner mehr festhielt.
Schrecklich wars oder aber ich lasse doch die Erkenntnis zu, dass ich zu alt bin.
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