Kosheen - Damage
Ab und an überkommt mich durchaus das "Gelüst" noch irgendwelchen komischen Dingen, so auch musikalisch. Das Ergebnis davon war die Anschaffung der CD "Damage" von Kosheen, was bei den meisten Proggern vermutlich eher Pickel auslösen wird, denn das hat nicht nur so überhaupt nichts mit Prog zu tun, es handelt sich vielmehr um die so verachtete elektronische, poppige "Automaten"-Musik. Könnte man behaupten. Muss man aber nicht. Ganz klares Highlight der Band ist für mich die Sängerin "Sian Evans" mit einer fantastischen und ausdrucksstarken Stimme. Wenn sie denn gelassen wird. Insgesamt ist die Scheibe recht poppig elektronisch gehalten. Hier dominieren neben der Stimme ganz klar die Synthesizer und es gibt viele größere und kleinere Soundspielereien und Variationen.
So sind die Soundspielereien insgesamt sehr ansprechend und interessant, einziges Manko ist das halt leider doch sehr "traditionelle" Songwriting. Geboten werden meistens Songs um die 4-Minuten-Marke und auch fällt es zunächst nicht ganz einfach die Songs auseinander zu halten, da sie sich durch die Fixierung auf die elektronischen Klänge häufig klanglich ähneln und auch keine echten "Überraschungen" aufzuweisen haben. Dies ergibt ein leicht gespaltenes Gesamturteil, da einzeln betrachtet die Songs durch Sian Evans überzeugen können, aber auf Albumlänge funktioniert es noch nicht so wirklich, da wäre meiner Meinung nach mehr Mut zum Risiko, bzw. mehr Mut von den ausgetretenen Songpfaden abzuweichen sicher angebracht. Eine gelegentlich schöne Abwechslung zum Prog ist es auf jeden Fall.
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